Die Nacht auf Freitag hat uns in der Schweiz wirklich umgehauen – und ich meine das im wahrsten Sinne des Wortes. In vielen Orten blieb das Thermometer über 20 Grad, und in Basel fiel die Temperatur sogar nicht unter 23,2 Grad. Das, meine Damen und Herren, ist eine Tropennacht! Wer dachte, dass der Sommer sich etwas zurückhalten würde, wird heute eines Besseren belehrt. Und wenn wir nach St. Gallen schauen, da waren es um 8 Uhr gleich mal 24,5 Grad. Wow!

Aber das ist erst der Anfang. Für den Freitag selbst sind in der ganzen Schweiz Temperaturen über 30 Grad angekündigt. Und hält das Wetter, was es verspricht, dann müssen wir uns in der kommenden Woche auf Werte über 35 Grad einstellen. Es wird heiß, sehr heiß! Ein Blick ins Wallis zeigt zudem eine erhöhte Waldbrandgefahr, die auf Stufe 4 von 5 eingestuft wurde. Da könnte man fast meinen, die Natur spielt verrückt.

Klimawandel und seine Folgen

Und während wir uns über die drückende Hitze beschweren, sollten wir vielleicht auch einen Blick auf die größeren Zusammenhänge werfen. Wissenschaftler der Initiative World Weather Attribution haben gerade ihren Jahresbericht über den Einfluss des Klimawandels auf Extremwetterereignisse veröffentlicht. Laut Theodore Keeping, einem Klimawissenschaftler am Imperial College London, ist die Antwort auf die Frage, ob der Klimawandel Einfluss hat, mehr als eindeutig. Weltweit steigen die Durchschnittstemperaturen, und damit nehmen auch die Wetterextreme zu – von Wirbelstürmen über Hitzewellen bis hin zu Überschwemmungen und Waldbränden.

Das Jahr 2025 wird voraussichtlich das zweit- oder drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Bericht listet 157 Extremereignisse auf, die nicht nur hohe Schäden verursacht haben, sondern auch viele Menschenleben gekostet haben. Und hier wird’s richtig gruselig: Hitzewellen gelten als die tödlichsten Extremereignisse weltweit. In Europa forderten sie im Jahr 2025 insgesamt 24.400 Menschenleben, und zwei Drittel dieser Todesfälle wären ohne den Klimawandel vermeidbar gewesen. Das ist einfach schockierend!

Ein heißer Sommer

Wenn wir uns das alles durch den Kopf gehen lassen, wird die drückende Hitze in Basel und anderswo zu einem Alarmzeichen. Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens vor zehn Jahren ist die weltweite Durchschnittstemperatur um 0,3 Grad gestiegen. Und jedes Bruchteil eines Grades erhöht die Wahrscheinlichkeit von extremen Wetterereignissen. Wir haben also nicht nur einen Sommer zu erwarten, der uns ins Schwitzen bringt, sondern auch eine Zukunft, die uns vor neue Herausforderungen stellt. Die Hitzewellen sind zehnmal wahrscheinlicher geworden, und die Folgen sind nicht zu ignorieren.

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Die kommenden Tage werden uns also nicht nur ins Schwitzen bringen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Wenn wir uns in der Hitze der Stadt bewegen, sollten wir uns auch bewusst machen, wie wir mit dieser Herausforderung umgehen. Die Natur ist empfindlich, und wir haben eine Verantwortung, darauf zu achten, wie wir mit ihr umgehen. Bleibt kühl, und denkt daran, genug Wasser zu trinken!