Betrugsmasche im Wallis: Fünf falsche Polizisten geschnappt
Im schönen Wallis, wo die Berge das Bild dominieren und die Luft frisch und klar ist, fanden sich vor kurzem fünf mutmaßliche Betrüger in der Zelle wieder. Die Kantonspolizei Wallis hat sie nach einer Reihe von Betrugsversuchen durch falsche Polizisten festgenommen. Ein skurriles, aber auch beunruhigendes Geschehen, das sich im Juni abspielte und uns allen wieder einmal vor Augen führt, wie perfide die Methoden von Betrügern sein können.
Die Festnahmen ereigneten sich an zwei Tagen in verschiedenen Gemeinden des Kantons. Am 8. Juni schnappte die Polizei zwei Männer: Ein 25-jähriger Franzose wurde in Dorénaz gefasst, während ein 18-jähriger Rumäne in Collonges festgenommen wurde – ihm werden ähnliche Delikte in Saint-Séverin und Venthône vorgeworfen. Eine Woche später, am 15. Juni, wurden in Torgon gleich drei weitere Verdächtige hinter Schloss und Riegel gebracht: ein 18-jähriger Spanier, ein 20-jähriger Franzose und ein 21-jähriger Schweizer. Ein Ehepaar, das Opfer eines Betrugs geworden war, hatte die Alarmglocke läuten lassen und die Behörden informiert. Alle fünf Männer befinden sich jetzt in Untersuchungshaft, während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen weiter vorantreibt. Und wie immer gilt: Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils.
Ein Anstieg der Betrugsdelikte
Diese Vorfälle sind leider kein Einzelfall. In der Westschweiz nehmen die Betrugsfälle durch falsche Polizisten rasant zu. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 wurden fast tausend Fälle angezeigt – das sind Zahlen, die einem den Atem rauben! Im gesamten Jahr 2024 gab es in den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg, Wallis, Neuenburg und Jura insgesamt fast 800 Fälle. Die geschätzte Deliktsumme für die ersten Monate 2025 liegt bereits bei über 3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es immerhin 3,7 Millionen – ein besorgniserregender Trend!
Besonders alarmierend: Über die Hälfte der in diesem Jahr registrierten Fälle waren gescheiterte Versuche. Das bedeutet, dass die Polizei in vielen Fällen schnell eingreifen konnte. Dennoch ist es erschreckend, dass zwei Drittel der rund hundert identifizierten Täter gefasst wurden. Die Betrüger zielen insbesondere auf ältere Menschen ab und nutzen Online-Telefonbücher, um ihre Ziele zu finden. Ein Anruf, und schon wird das Opfer mit einer falschen Nachricht konfrontiert – die Masche ist einfach, aber effektiv.
Die perfiden Methoden der Betrüger
Die Betrüger präsentieren sich oft als vermeintliche Kollegen, die Bankkarten, Geld und Schmuck abholen wollen. Sie sprechen lange am Telefon, halten ihre Opfer in Schach, um Zeit zu gewinnen. Ihre Auftraggeber kommen häufig aus französischsprachigen Ländern und rekrutieren Handlanger über soziale Netzwerke. Diese „Kuriere“ erhalten Versprechungen von ein paar hundert bis tausend Franken für kurze Arbeitszeiten und begeben sich dann zu den identifizierten Zieladressen, um den Diebstahl durchzuführen.
Die Polizei hat es mit einem Phänomen zu tun, das sich als äußerst hartnäckig erweist: Immer wieder tauchen neue Täter auf und stellen die Behörden vor große Herausforderungen. Man fragt sich, wie viele Menschen noch in diese Falle tappen werden, bevor endlich ein Ende gesetzt werden kann. Die Situation bleibt angespannt, und die Aufklärungsarbeit der Polizei ist wichtiger denn je, um die Bürger zu schützen und das Vertrauen in die Sicherheit zu stärken.
