Sprengung der Felsen im Wallis: Sicherheit geht vor
Heute, am 18. Juni 2026, wurde im Wallis ein eindrucksvolles Schauspiel geboten, als in Kalpetran VS zwei instabile Felsen kontrolliert in die Luft gesprengt wurden. Um Punkt 13:15 Uhr ertönte der ohrenbetäubende Knall, der nicht nur die Anwohner aufhorchen ließ, sondern auch für einen kurzen Moment die Straßen und die Bahngleise durch das Tal blockierte. Die Sprengung war nötig geworden, nachdem Messungen gezeigt hatten, dass sich die Felsen in letzter Zeit stärker bewegten.
Die Anwohner wurden vorsorglich evakuiert – ein kluger Schritt, denn Sicherheit geht vor. Einsatzleiter Martin Werlen war nach der Sprengung sichtlich erleichtert. „Das Streubild der Explosion war hervorragend. Es gab keine großen Brocken, die hätten gefährlich werden können“, so seine zufriedenstellende Einschätzung. Die Sprengung, die von Sprengmeister Willy Gitz von der Sprengtechnik GFS in St. Niklaus durchgeführt wurde, war also ein voller Erfolg!
Ein beeindruckendes Unterfangen
Die Vorbereitungen für die Sprengung waren alles andere als einfach. In rund 100 Sprenglöchern wurden stolze 60 Kilogramm des Sprengstoffs Dovex SE eingesetzt, um die Felsblöcke in ihre Schranken zu weisen. Um Schäden an der angrenzenden MGBahn-Trasse und der Hochspannungsleitung zu vermeiden, wurden die Blöcke zusätzlich mit Rückhalteplanen überzogen. Schließlich sollte während des Spektakels nichts schiefgehen!
Die Anwohner, die das Geschehen beobachteten, waren verständlicherweise besorgt und fragten sich, ob die Sprengung tatsächlich die erhoffte Lösung bringen würde. Doch wie sich herausstellte, war die Aufregung unbegründet. Nach nur 20 Minuten konnte die Strecke wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden. Ein größerer Gesteinsbrocken hatte zwar die Steinschlagnetze oberhalb des Trassees erreicht, wurde aber dort sicher zurückgehalten. Ein Glück, denn niemand wollte sich hier mit gefährlichen Steinlawinen herumschlagen.
Vorsorgliche Maßnahmen und Ausblick
Gemeindepräsident Elmar Fux stellte klar, dass solche Einsätze in der Region nichts Außergewöhnliches sind. Sie gehören zum Schutzkonzept, das den Bewohnern und Reisenden Sicherheit bieten soll. Auch der Wanderweg Richtung Embd, auf dem sich die Felsblöcke in bedrohlicher Position befanden, soll nach sorgfältigen Nachkontrollen in den kommenden Tagen wieder freigegeben werden. So können die Wanderer bald wieder die atemberaubende Landschaft des Wallis erkunden, ohne sich um herabfallende Felsen sorgen zu müssen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass die Sprengung nicht nur ein technisches Meisterwerk war, sondern auch ein Zeichen für den Mut und die Entschlossenheit der Region, Gefahren aktiv zu begegnen. Mit einem Gefühl von Erleichterung und einer Portion Neugier blicken die Anwohner nun in die Zukunft, wo sie hoffentlich bald wieder unbeschwert ihrer gewohnten Freizeitbeschäftigung nachgehen können.
