Heute ist der 19.05.2026 und wir blicken mitten im Wallis auf ein Projekt, das viel mehr ist als nur eine Autobahn. Der Bau der A9, der sich über zwei Jahrzehnten hinzieht, hat sich zu einem wahren Abenteuer entwickelt – und das nicht nur für die Ingenieure, sondern auch für die Steuerzahler. Ursprünglich sollten die Kosten bei etwa 2,1 Milliarden Franken liegen, aber inzwischen sind wir bei mindestens 5,1 Milliarden Franken angekommen! Das ist schon eine ganz schöne Hausnummer, oder?
Besonders ins Auge springt das interne Dokument des Bundesamts für Strassen (Astra), das auf erhebliche Mängel bei der Kontrolle und Abrechnung hinweist. Vor allem beim Tunnel Riedberg, der seit 2004 im Bau ist, gibt es immer wieder Schwierigkeiten. Hangrutschungen, Projektänderungen und dergleichen – das klingt fast nach einem Hollywood-Drehbuch! Um die 220 Millionen Franken wurden bereits in diesen Tunnel investiert, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Astra hat festgestellt, dass bei einer Überprüfung von Rechnungen in Höhe von 35,5 Millionen Franken mutmaßlich überhöhte Forderungen vorliegen. Ein echter Schock!
Die Herausforderungen der Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kanton wird zwar als verbessert beschrieben, aber die Realität sieht oft anders aus. Mehrere Verfahren wegen mutmaßlich überhöhter Forderungen laufen bereits. Und die Fragen zur Rolle der kantonalen Bauleitung sind auch nicht zu unterschätzen: Ausschreibungsbedingungen wurden nur teilweise eingehalten, und wichtige Unterlagen scheinen unvollständig zu sein. Ein bisschen wie der berühmte Elefant im Raum, der einfach nicht aus dem Weg geht.
Die Autobahn zwischen Siders und Brig ist mehr als zwei Jahrzehnte nach Baubeginn noch nicht vollständig fertiggestellt, und die Fertigstellung der letzten Etappe zwischen Siders und Leuk ist erst für 2037 vorgesehen. Das klingt wie ein Marathon, bei dem die Ziellinie immer weiter nach hinten verschoben wird. Aber nicht alles ist trübe. Der Abschnitt zwischen Gampel-Steg und Visp wird immerhin am 27. Oktober 2025 eröffnet – ein kleiner Lichtblick am Horizont!
Finanzielle Risiken
Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat bereits früher einen Schaden in Millionenhöhe festgestellt, und die Risiken weiterer unentdeckter Zahlungen sind nicht zu unterschätzen. Es geht hier nicht nur um Zahlen und Statistiken, sondern um das Vertrauen der Menschen in die öffentlichen Institutionen. Das Gefühl, dass mit ihrem Geld nicht ordentlich umgegangen wird, nagt an der Seele. Wie oft haben wir schon von ähnlichen Geschichten gehört? Man fragt sich, wo das alles hinführt.
Doch trotz all der Schwierigkeiten und der schier endlosen Wartezeit scheinen Bund und Kanton Fortschritte zu machen. Engere Überwachung und häufigere externe Gutachten sollen helfen, die Kontrolle zu verbessern. Irgendwie hat man ja das Gefühl, dass man aus Fehlern lernt – auch wenn es oft viel zu lange dauert. Aber das ist ein anderer Teil der Geschichte, der vielleicht eines Tages erzählt werden kann, wenn die A9 endlich vollständig fertiggestellt ist.