Heute ist der 18.05.2026, und in der idyllischen Region Wallis gibt es einiges zu berichten über das Zusammenspiel zwischen Mensch und Wolf. Der Wolf ist in der Schweiz wieder auf dem Vormarsch, und das nicht nur durch seine schaurig-schönen Heulgeräusche, die durch die Wälder hallen. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Wolfspopulation, trotz vorbeugender Abschüsse, stetig wächst. Über 220 Wölfe wurden seit 2023 erlegt – und das, ohne dass sie zuvor Schaden angerichtet hatten. Das klingt nach einer strengen Regulierung, die offenbar wirkt!

In der Regulierungsperiode von September 2025 bis Ende Januar 2026 wurden 77 Wölfe getötet. Ein paar Jahre zuvor, 2024/2025, waren es sogar 92 Wölfe, während in der ersten, verkürzten Periode 55 Wölfe erlegt wurden. Das zeigt, wie ernst die Sache genommen wird. Die Wolfspopulation wächst langsamer als zuvor, und das ist wohl auch der Grund dafür, dass die Anzahl der Wolfsrudel, die Ende Januar 2025 gezählt wurden, bei 36 lag – ein Plus von einem Rudel im Vergleich zu 2024. Besonders spannend ist, dass nun auch in Schwyz und Obwalden Wolfsrudel nachgewiesen wurden. Wer hätte gedacht, dass die Wölfe so weit verbreitet sind?

Vorbeugende Maßnahmen und ihre Wirkung

Die präventiven Maßnahmen sind nicht nur ein Schlag ins Wasser. Die Schäden an Nutztieren, die 2022 ihren Höchststand erreichten, sind seither rückläufig. Aktuell liegen die Zahlen auf dem Niveau von 2020/2021, als es in der Schweiz zwischen 10 und 15 Wolfsrudel gab. Dennoch bleibt der Trend zur Abnahme von Wolfsschäden an Nutztieren noch unbestätigt. Die Rückerstattungszahlen für Schäden stiegen 2025, vor allem aufgrund von Rinderrissen. Das ist schon ein gewisser Spagat zwischen Naturschutz und der Verantwortung gegenüber den Landwirten.

In Deutschland sieht die Situation nicht viel anders aus. Im Monitoringjahr 2024/2025 wurde eine Wolfpopulation von rund 219 Rudeln festgestellt. Dabei sind die Probleme mit der hohen Wolfspopulation nicht zu übersehen. Zunehmende Wolfsrisse, insbesondere bei ungeschützten Weidetieren, sind an der Tagesordnung. So stieg die Zahl der verwundeten und getöteten Tiere von 40 im Jahr 2006 auf etwa 4.300 im Jahr 2024. Hierbei sind vor allem Schafe und Ziegen betroffen, was die Landwirte vor große Herausforderungen stellt. Die finanziellen Ausgaben für Herdenschutzmaßnahmen betragen mittlerweile rund 23,4 Millionen Euro. Wow!

Gesetzliche Rahmenbedingungen und kritische Stimmen

Die Änderungen im Jagdgesetz, die beschlossen wurden, um den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen, sind nicht unumstritten. Umweltverbände wie der WWF äußern Kritik an den Entwürfen und bezeichnen sie als unausgereift. Ein bundesweites Monitoring und Management wird gefordert, während andere Bundesländer stärkere fachliche Weichenstellungen einfordern. Die ganze Diskussion ist ein bisschen wie ein Tanz auf dem Vulkan – jeder Schritt muss wohlüberlegt sein.

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In der Schweiz sind die Kantone für die Abschüsse zuständig, wobei der Bund zustimmen muss. Das Jagdgesetz erlaubt den Abschuss von Wölfen, bevor sie Schäden anrichten – das ist ein gewisses Sicherheitsnetz. Aber die Frage bleibt: Ist das wirklich der richtige Weg? Der WWF betont die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs über Konfliktmanagement. Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz wird als fachlich fragwürdig und ökologisch riskant angesehen. Komisch, oder? Man versucht, ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu finden, und doch gibt es so viele Meinungen dazu.

Die Wölfe sind zurück, und sie haben uns alle wieder auf Trab gebracht. Die Herausforderungen sind groß, aber auch die Chancen für einen respektvollen Umgang mit der Natur. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickelt – vielleicht kann man ja doch ein bisschen von den Wölfen lernen.