Am 12. Mai 2026 verstarb Kardinal Emil Paul Tscherrig im Alter von 79 Jahren in Rom. Ein trauriger Tag für viele, die den Mann kannten, der nicht nur als Priester, sondern auch als langjähriger Vatikandiplomat und Botschafter in Italien und San Marino wirkte. Tscherrig war ein echtes Kind des Wallis, geboren am 3. Februar 1947 in Unterems. Aufgewachsen in einer Bergbauernfamilie, geprägt von einfachen Verhältnissen und einer tiefen katholischen Frömmigkeit, hat er in seinem Leben viel erreicht.
Die Beerdigung fand am 15. Mai in der eindrucksvollen Basilika St. Peter in Rom statt, wo Papst Leo XIV. den Gottesdienst leitete. In seiner Predigt würdigte der Papst Tscherrigs Verdienste und drückte sein Beileid aus. Bischof Jean-Marie Lovey war ebenfalls anwesend und zeigte damit die tiefe Verbundenheit der Kirche mit dem Verstorbenen. Tscherrig war nicht nur ein wichtiger Diplomat des Vatikans, sondern auch der erste Nichtitaliener, der als Papstbotschafter in Italien und San Marino tätig war.
Ein Leben im Dienst der Kirche
Kardinal Tscherrig wurde 1974 für das Bistum Sitten zum Priester geweiht und übernahm daraufhin verschiedene Aufgaben im Dienst der Weltkirche. Auch wenn er viel in der Welt unterwegs war, blieb er stets mit seiner Heimatgemeinde Unterems verbunden. Generalvikar Richard Lehner sprach von Dankbarkeit für Tscherrigs Leben und die unermüdliche Arbeit, die er leistete. Es ist berührend zu wissen, dass Tscherrig in seinem Testament den Wunsch äußerte, auf dem Friedhof von Unterems bestattet zu werden – ein letzter Wunsch, dem seine Familie nachkommen wird.
Die Trauerfeier wurde live auf vaticannews.de übertragen, was zeigt, wie viele Menschen seine Verdienste schätzten und ihm die letzte Ehre erweisen wollten. Auch auf sozialen Medien wie Facebook und YouTube war die Feier zu verfolgen. Am 20. Mai wird Tscherrig von 17 bis 19 Uhr im Abschiedsraum St. Romanus in Raron aufgebahrt, bevor die Beisetzung im engsten Familienkreis stattfindet.
Ein unvergesslicher Gedenkgottesdienst
Am 22. Mai um 18 Uhr findet in der Kathedrale von Sitten ein Gedenkgottesdienst statt, geleitet von Bischof Jean-Marie Lovey. Alle Gläubigen des Bistums Sitten sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Anlass teilzunehmen. Priester sind zudem eingeladen, zu konzelebrieren und eine Albe sowie eine weiße Stola mitzubringen. Es wird ein Moment der Besinnung und des Gedenkens an einen Mann sein, der für viele als Vorbild galt und dessen Lebenswerk in den Herzen der Menschen weiterlebt.
Diese Trauerfeier ist nicht nur ein Abschied von einem bedeutenden Geistlichen, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für seine Lebensleistung. Kardinal Tscherrig hat nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Gesellschaft Spuren hinterlassen. Sein Weg war geprägt von Hingabe, Diplomatie und einem unerschütterlichen Glauben, der in den Herzen vieler nachklingen wird.