Der FC Sion hat sich in dieser Saison als echtes Überraschungsteam der Super League etabliert. Wer hätte gedacht, dass das Team aus dem Wallis in den letzten acht Runden satte 20 von 24 möglichen Punkten einfahren würde? Mit einem Sieg gegen YB könnte Sion sogar Platz 3 in der Tabelle erreichen, vorausgesetzt, Lugano verliert gegen Basel. Das wäre ein echter Triumph, denn seit der Einführung der Super League im Jahr 2003 hat Sion nur einmal, nämlich in der Saison 2006/07, als Dritter abgeschlossen. Und die Chancen stehen gut: Der Punkterekord von 60 Punkten wurde bereits mit 61 Punkten übertroffen, und theoretisch könnten sogar bis zu 65 Punkte möglich sein!

Aber die Euphorie hört hier nicht auf. Ein vierter Platz könnte ebenfalls zur Teilnahme am Europacup führen – alles hängt vom Ausgang des Cupfinals zwischen St. Gallen und Stade-Lausanne-Ouchy ab. Und das Team hat einen starken Goalie: Anthony Racioppi hat in dieser Saison nur 35 Gegentore kassiert und 15 Spiele ohne Gegentor absolviert. Das spricht für die defensive Stabilität, die auch auf den Teamgeist zurückzuführen ist. Dieser wurde kürzlich bei einem Ausflug in den Europapark weiter gefestigt. Trainer Didier Tholot, der seit Juli 2023 im Amt ist und das längste Engagement eines Trainers beim FC Sion seit den 1980er-Jahren hat, genießt Kultstatus im Wallis. Mit einem Vertrag bis 2029 hat er die Richtung des Vereins klar vorgegeben.

Auf den Spuren des Erfolgs

Am Donnerstag um 16:30 Uhr empfängt der FC Sion den FC Lugano im Tourbillon zum letzten Heimspiel der Saison. Dies ist ein echtes Spitzenspiel um die europäischen Plätze und könnte die Entscheidung über den dritten Tabellenplatz bringen. Sion hat momentan zwei Punkte Rückstand auf Lugano, aber die Form ist vielversprechend: Die Mannschaft hat zuletzt gegen den FC Thun mit 2:0 gewonnen und eine Serie von fünf Siegen in Folge hingelegt. Dabei haben sie 14 Tore geschossen und kein einziges kassiert.

Die Tore gegen Thun erzielten Winsley Boteli und Ilyas Chouaref, der sich als echter Schlüsselspieler herauskristallisiert hat. Tholot lobte die hervorragende Teamleistung – trotz der Ausfälle von Benjamin Kololli und Marquinhos Cipriano, die aufgrund von Verletzungen nicht mitspielen können. Positiv ist die Rückkehr von Josias Lukembila, Kreshnik Hajrizi und Rilind Nivokazi nach Sperren. Das letzte Treffen mit Lugano war für Sion eher enttäuschend, da sie am 4. März 2026 mit 2:1 verloren. Doch die Mannschaft ist fest entschlossen, diese Niederlage wettzumachen und die Erfolgsserie fortzusetzen.

Ein Wiederaufstieg mit Stil

Es ist kaum zu glauben, dass der FC Sion erst vor kurzem aus der Challenge League aufgestiegen ist. Nach einer einjährigen Abwesenheit kehrte der Verein in die Credit Suisse Super League zurück und konnte sich gleich im ersten Jahr als ernstzunehmender Gegner etablieren. Das letzte Saisonspiel gegen Schaffhausen endete mit einem klaren 3:0-Sieg, bei dem Dejan Sorgic zwei Tore erzielte und sich den Titel des Torschützenkönigs mit insgesamt 16 Treffern sicherte. Die Defensive war während der Challenge League stark, und Torhüter Timothy Fayulu war eine der Schlüsselfiguren, indem er die beste Abwehrquote in der Liga hatte.

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Die ganze Saison war ein echter Kraftakt, und Sion stellte mit 23 Gegentoren einen neuen Rekord in der Challenge League auf. Der Aufstieg war spannend bis zum letzten Spieltag, und die Zuschauer konnten sich auf ein packendes Duell zwischen Sion und dem FC Thun freuen, das am Ende zugunsten von Sion ausging. Der Verein hat sich unter dem Sportchef Barthélémy Constantin, der seit 2014 im Amt ist, gezielt verstärkt und aus früheren Fehlern gelernt. Mit Neuzugängen wie Kreshnik Hajrizi, Rilind Nivokazi, Josias Lukembila und Donat Rrudhani hat Sion den Kader ordentlich aufpoliert.

Die kommenden Wochen versprechen also spannend zu werden, und die Fans können sich auf ein aufregendes Saisonfinale freuen. Der FC Sion ist zurück und hat Großes vor – und wer weiß, vielleicht wird der Traum von Europa bald Wirklichkeit!