Am 26. Mai 2026 versammelten sich die Delegierten des Hauseigentümerverbands Thurgau im Presswerk Arbon, um ein historisches Abstimmungsjahr Revue passieren zu lassen. In einer Atmosphäre, die sowohl von Erwartung als auch von Aufbruchsstimmung geprägt war, begrüßten Stadtpräsident René Walther und Regierungsrat Dominik Diezi die Anwesenden. Präsident Stefan Mühlemann führte durch die Versammlung, die einstimmige Zustimmung zu allen Traktanden – einschließlich der Jahresrechnung 2025 – war ein deutliches Zeichen für die Geschlossenheit innerhalb des Verbandes.

Ein besonders erfreulicher Punkt war die erfolgreiche Abstimmung zur Abschaffung der Liegenschaftssteuer, bei der im Mai 2025 stolze 69 % der Stimmen für einen Neuanfang plädierten. Auch die Abstimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts, die mit 72,4 % Ja-Stimmen die dritthöchste Zustimmung in der Schweiz erzielte, war ein Meilenstein. Das zeigt, wie sehr das Bedürfnis nach einer gerechten Steuerpolitik in der Bevölkerung angekommen ist. Die Zusammenarbeit von Verbänden und Parteien hat sich hier als Schlüssel zum Erfolg erwiesen – und das wird auch in Zukunft notwendig sein, um die Herausforderungen zu meistern, die vor uns liegen.

Neue Herausforderungen und Chancen

Doch nicht alles war rosig. Die kritischen Stimmen über die Erhöhung des Mietwertindex durch den Thurgauer Regierungsrat wurden laut. Auch wenn die Abschaffung des Eigenmietwerts bis 2029 verschoben wurde, bleibt die wirtschaftliche Unsicherheit für viele, insbesondere junge Familien, eine ernste Herausforderung. Die steigenden Preise und das wachsende Gefühl, dass Wohneigentum immer unerreichbarer wird, schüren Ängste. Der HEV Thurgau hat sich hier als verlässlicher Partner erwiesen und bietet Unterstützung durch lokale Sektionen sowie politisches Engagement an.

Interessant ist, dass bereits im Dezember 2024 das Parlament eine Vorlage zur Abschaffung der Besteuerung der fiktiven „Eigenmiete“ verabschiedet hat. Diese Entscheidung, die auf der HEV-Petition „Eigenmietwert abschaffen“ basiert, zeigt, dass der Druck von über 145.000 Menschen Wirkung zeigt. Der bestehende Status quo wird zunehmend als ungerecht empfunden, und die neue Regelung könnte eine echte Vereinfachung des Steuersystems mit sich bringen. Für viele Eigentümer könnte das eine Erleichterung darstellen, da die Einkommensbesteuerung einer fiktiven „Eigenmiete“ nicht mehr gilt.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Die Verfassungsänderung, die den Kantonen ermöglichen soll, eine Objektsteuer für Zweitliegenschaften einzuführen, steht ebenfalls auf der Agenda. Obwohl diese Änderungen noch dem obligatorischen Referendum unterliegen, ist der Zeitpunkt der Volksabstimmung ungewiss. Der HEV Schweiz wird uns über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten – und das ist gut so! Die Unsicherheiten in der Wirtschaft und die Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt zeigen, dass es wichtig ist, wachsam zu bleiben.

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Nach dem offiziellen Teil der Versammlung war es Zeit für Unterhaltung. Das Musik-Comedy-Duo „Riklin & Schaub“ sorgte nach dem Nachtessen für eine lockere Atmosphäre und ließ die Anwesenden die Sorgen des Tages für einen Moment vergessen. In diesem Sinne – auf eine spannende Zeit für den HEV Thurgau und alle, die sich für ein gerechtes Wohneigentum engagieren!