Heute ist der 9.07.2026 und in Solothurn dreht sich alles um einen politischen Erdbeben. Es ist kaum zu fassen, was sich in den letzten Wochen rund um die Solothurner Spitäler AG (SoH) abgespielt hat. Eine Welle der Empörung macht die Runde, nachdem die Lohnexzesse bei der größten Gesundheitsinstitution des Kantons publik wurden. Der Verwaltungsratspräsident Kurt Fluri, ein Urgestein der solothurnischen Politik, hat seinen Rücktritt per sofort bekannt gegeben – und das nicht freiwillig. Der Druck von der Regierung war einfach zu groß.

Fluri, der von 1993 bis 2021 als Stadtpräsident von Solothurn diente und 2022 die Leitung der SoH übernahm, sah sich mit massiver Kritik konfrontiert. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) hatte schwerwiegende Mängel in der Aufsicht des Regierungsrats über die SoH angeprangert. Mehr als 80% der untersuchten Funktions- und Marktwertzulagen wiesen Formfehler oder Auffälligkeiten auf. Ein besonders krasser Fall betrifft einen Mitarbeiter, der für Überstunden 125.000 Franken erhielt, obwohl dies im Arbeitsvertrag nicht vorgesehen war. Das klingt wie aus einem schlechten Krimi, oder?

Ein CEO mit einem dicken Scheck

Besonders brisant ist die Geschichte von Martin Häusermann, dem ehemaligen CEO der SoH. Er hat in seiner Zeit von 2014 bis 2024 über 500.000 Franken zu viel kassiert – das sind stolze 363.584 Franken an unzulässigen Funktionszulagen! Und das ist noch nicht alles: Sogar nach seinem Austritt erhielt er für zehn Monate weiterhin den vollen Lohn. Ein wahrer Meister im Geldverdienen, könnte man sagen, wenn es nicht so traurig wäre.

Der Regierungsrat fordert nun Rückzahlungen dieser unzulässigen Leistungen. Das bedeutet, dass Häusermann möglicherweise vor Gericht ziehen muss, um die Sache zu klären. Interessanterweise verzichtet der Regierungsrat auf flächendeckende Rückforderungen bei den Mitarbeitenden, da diese nicht wussten, dass ihre Zulagen gegen den Gesamtarbeitsvertrag verstießen. Eine Art von Mitgefühl, könnte man meinen, inmitten des ganzen Chaos.

Ein Schatten über der Zukunft der SoH

Die SoH beschäftigt rund 4.500 Menschen und ist zu 100 Prozent im Besitz des Kantons. Die Aufsicht über die SoH war ein heißes Eisen, und die GPK hat die mangelnde Kontrolle des Regierungsrats scharf kritisiert. Trotz klarer Hinweise auf Unregelmäßigkeiten hatte der Regierungsrat der SoH bei der Generalversammlung 2025 die Décharge erteilt. Das klingt fast wie eine Einladung für weitere Fehltritte, oder? Nun wird verlangt, dass die SoH ihre internen Kontrollen reformiert und dem Regierungsrat alle sechs Monate Bericht erstattet. Und das ist nur der Anfang – eine externe Überprüfung könnte ebenfalls ins Spiel kommen.

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Was bleibt, ist die Frage, wie es mit Kurt Fluri weitergeht. Mit 70 Jahren könnte dies das letzte Kapitel seiner langen politischen Karriere darstellen, die nicht nur Höhen, sondern auch tiefe Täler kannte. Von der Stadtspitze zur Verantwortung in der Gesundheitsversorgung – das ist ein Weg voller Herausforderungen. Der Druck wächst weiter, und die Menschen in Solothurn schauen gespannt auf die nächsten Schritte ihrer Gesundheitsinstitution. Ein Schatten liegt über der Zukunft der SoH, und die kommenden Monate könnten entscheidend sein.