Heute ist der 2.06.2026, und die Luft in der Region Jura ist frisch und klar. Perfekte Bedingungen für eine Wanderung! Die diesjährige Tour der Gruppe um Pius Koller war einfach ein Traum. Bei strahlendem Sonnenschein und fröhlichem Geplapper machten sich acht Teilnehmer auf den Weg, um die Jurahöhen zu erkunden. Leider konnten zwei spontan nicht mitkommen – aber die verbliebenen Teilnehmer hatten sichtlich Freude an dieser fünften Wanderung.
Der Pfad führte von Oensingen nach Biel, eine Strecke von 55 Kilometern, die sowohl die Beine als auch die Seele forderte. Mit 2500 Metern Steigung und ebenso viel Gefälle war das Ganze nicht ohne. Im Schnitt waren die Wanderer mit etwas über neun Minuten pro Kilometer ziemlich flott unterwegs, inklusive der Pausen, die mehr als nur notwendig waren. Der Aufstieg zur Schwengimatt, die auf 1037 Metern über dem Meeresspiegel thront, bot bereits zu Beginn der Tour eine atemberaubende Aussicht auf die Alpen. Und dann – Überraschung! – wartete Christian Kuhle mit einem leckeren Znüni auf die Gruppe. Wer kann schon einem kleinen Imbiss widerstehen?
Unterwegs durch die Natur
Nach dieser kurzen Stärkung ging es weiter zum Balmberg, wo die Gruppe eine kleine Verschnaufpause einlegte. Der Weg führte weiter über das Balmfluechöpfli, Röti und Weissenstein bis zur Hasenmatt, die mit 1289 Metern einen großartigen Ort für die Mittagsrast bot. Hier, umgeben von der unberührten Natur, wurde das Essen zu einem Genuss, während die Teilnehmer die Schönheit der Landschaft bewunderten. Das Gefühl, in der Natur zu sein, war einfach überwältigend.
Nach der Rast machten sich die Wanderer auf den Weg über den Grenchenberg und vorbei am UNESCO Weltnaturerbe Bettlachstock, einem uralten Buchenwald, der seine eigene Geschichte erzählt. Immer wieder hielt die Gruppe inne, um die Ruhe und den Duft des Waldes einzuatmen – ein wahrer Hochgenuss für die Sinne. Ein bisschen später gab es im Restaurant Stierenberg noch eine Zvieripause, bevor der Abstieg durch die Klus bei Frinvillier und die Taubenlochschlucht begann. Es war fast wie ein Abenteuer, das die Gruppe zum Bahnhof Biel führte.
Ein feierlicher Abschluss
Als die Wanderung nach viereinhalb Stunden zu Ende ging, war die Erschöpfung spürbar, aber auch die Freude über das Erlebte. Zur Feier des Tages gab es ein herzhaftes Spaghettiessen bei Familie Kuhle in Wangen an der Aare. Hier wurde nicht nur das Essen genossen, sondern auch die Geschichten des Tages ausgetauscht. Fünf Teilnehmer aus Fricktal und die restlichen drei aus der Innerschweiz hatten nicht nur die Strecke gemeistert, sondern auch neue Freundschaften geknüpft.
Pius Koller lobte die Leistung der Gruppe. Es ist schon etwas Besonderes, gemeinsam solche Herausforderungen zu meistern. Und so planen rund die Hälfte der Teilnehmer, am 20. Juni den Gotthardmarsch zu bestreiten – ein weiteres Abenteuer steht vor der Tür!
Wandern ist nicht nur ein Sport, sondern auch eine Möglichkeit, die Seele baumeln zu lassen und die Natur zu schätzen. Laut einer Erhebung der Schweizer Wanderwege, die alle sechs Jahre durchgeführt wird, sind Trends und Bedürfnisse der Wandernden von großer Bedeutung. Die letzte Studie, die 2022 veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Begeisterung fürs Wandern in den letzten Jahren gestiegen ist, besonders nach der Covid-19-Pandemie. Die Natur bietet einen Rückzugsort und eine Möglichkeit, die eigene Fitness zu verbessern. Wenn man dann noch in guter Gesellschaft unterwegs ist, wird jede Wanderung zum unvergesslichen Erlebnis.