Der Messias von Zug: Paolo Duca und die Wende des EVZ
In Zug, wo die Eishockey-Leidenschaft wie ein starker Puls in der Stadt schlägt, gibt es Neuigkeiten, die für frischen Wind sorgen könnten. Paolo Duca, der neue Geschäftsführer und Obersportchef des EVZ, wurde kürzlich vorgestellt und viele sehen ihn als den Hoffnungsträger, der den EVZ aus den Tiefen der vergangenen Misserfolge befreien soll. Bei einer Veranstaltung im Hochleistungszentrum OYM, wo etwa 60 Teilnehmer, darunter der EVZ-Obmann Hans-Peter Strebel und Mitglieder des Verwaltungsrats, zusammenkamen, wurde Duca als frischer Messias gefeiert. „There’s always a calm before the storm“, sagte er und beschrieb damit die gegenwärtige Situation. Irgendwie ein passendes Bild, denn die Fanbasis des EVZ ist angespannt und die ersten acht Spiele der Saison finden auswärts statt, während das Stadion ausgebaut wird.
Duca selbst glaubt fest an eine Rückkehr zum sportlichen Erfolg. „Der EVZ ist gut aufgestellt“, versicherte er den Anwesenden. Die kritischen Fragen zu Trainern und Transfers, die in der Luft lagen, wurden jedoch geschickt umschifft. Manchmal fragt man sich, ob das Ganze nicht nur ein „nettes Palaver“ war, ohne echte Neuerungen in Aussicht zu stellen. Es gibt Anzeichen, dass die ehemaligen Verantwortlichen, Sportchef Reto Kläy und Geschäftsführer Patrick Lengwiler, die Schuld an den Misserfolgen tragen, da sie nicht mehr im Amt sind. Die Zeit wird zeigen, ob Duca wirklich der Schlüssel zur Wende ist.
Neue Ansätze und Zusammenarbeit
Wie es scheint, nehmen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung des EVZ die Lage ernst. Die Vision ist ein unabhängigerer Verein. Die erste Maßnahme, um dies zu erreichen, ist die Verbesserung der bestehenden Kooperation mit dem OYM, das künftig als Dienstleister fungieren soll, um den EVZ sportlich zu unterstützen. Es gibt eine klare Zufriedenheit bei Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Strebel über die Besetzung des CEO-Postens mit Paolo Duca, der mit seiner langjährigen Erfahrung in der Branche frischen Wind mitbringen könnte.
Die Verantwortung für die Bauherren-Vertretung beim Erweiterungsbau der OYM-Halle liegt nun in den Händen von VR-Mitglied Adrian Risi, zusammen mit Projektbauherrn Balz Käppeli und Olivier Huber, dem Leiter Infrastruktur beim EVZ. Das klingt alles nach einer durchdachten Planung, zumindest auf dem Papier.
Ein Blick in die Zukunft des Eishockeys
<pDoch die Herausforderungen hören nicht beim EVZ auf. Die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) plant eine umfassende Überarbeitung ihrer Kernstrategie für das Schweizer Eishockey. Ziel ist es, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Basis zu schaffen, die den Athletenweg in den Fokus rückt und den Breitensport stärkt. Ein Workshop, der im März 2024 stattfand, brachte die Verantwortlichen zusammen, um interne und externe Herausforderungen zu analysieren. Die Überarbeitung soll sowohl den nationalen als auch den internationalen Eishockeysport stärken. Irgendwie erfrischend, dass es nicht nur um den Leistungssport geht, sondern auch um die Basis und die Entwicklung junger Talente.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Die Heim-WM 2026 wird als wichtiger Meilenstein betrachtet, und die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, ob der EVZ und das Schweizer Eishockey insgesamt auf dem richtigen Weg sind. In Zug, wo die Eishockey-Kultur so lebendig ist, wird die Zeit zeigen, ob die Ruhe wirklich nur der Vorbote eines kommenden Sturms ist.
