Die Jurasüdfusslinie: Eine Reise zu den Schätzen der Schweiz
Die Jurasüdfusslinie – das klingt schon mal nach einer reizvollen Reise durch die Schweiz, oder? Hierbei handelt es sich um eine der schönsten Bahnstrecken, die unser Land zu bieten hat. Sie schlängelt sich entlang der französischen und deutschen Sprachgrenze und führt uns bis zum glitzernden Lac Léman und weiter nach Genf. Der Startpunkt? Das zauberhafte Dreiseenland, wo die ersten Gleise uns in die malerische Weinregion Lavaux entführen.
Die Reise ist ein Fest für die Sinne. Während der Zug in Richtung Süden rollt, wird die Landschaft immer beeindruckender. Die Weinregion Lavaux ist nicht nur bekannt für ihre edlen Tropfen, sondern auch für ihre atemberaubenden Ausblicke. Hier, wo die Weinreben in Terrassen an den Hängen sitzen, kann man das UNESCO-Weltkulturerbe hautnah erleben. Wenn der Zug zwischen Vevey und Morges eine kleine Schifffahrt über den Lac Léman einlegt, gibt’s kein Halten mehr! Das Wasser glitzert in der Sonne, und der Blick auf die Alpen ist einfach unbeschreiblich.
Ein Stück Geschichte und Kultur
Wusstet ihr, dass die Jurasüdfusslinie ihren Anfang am Bielersee nimmt? Von dort aus führt sie entlang der Südhänge des Juras, durch die Region, die für ihre fruchtbaren Böden und die Weinproduktion bekannt ist. Ein weiteres Highlight ist Murten, wo wir auf den 13-jährigen Leonard Riesen treffen, den jüngsten Museumsdirektor der Schweiz. Er sammelt Bahnutensilien für seine Ausstellung – wie cool ist das denn?
Nach dem Tunnel bei Puidoux öffnet sich der Blick auf die Weinreben des Lavaux, den Genfersee und die schneebedeckten Hänge des Montblancs. Das ist der Moment, in dem man am liebsten einfach stehen bleiben möchte, um den Anblick in sich aufzunehmen. Christelle Connes Familie betreibt seit Generationen ein Weingut in dieser wunderschönen Region. Ihre Leidenschaft für den Wein und die Landschaft ist einfach ansteckend!
Erlebnisse auf der Reise
Ein Teil der Reise führt uns mit dem historischen Belle-Époque-Zug von Blonay nach Chamby. Ein echtes Erlebnis! Die alte Dampflok zieht uns in eine andere Zeit – das Rattern der Räder, der Geruch von frischem Holz und die herzlichen Geschichten der Zugcrew. Zugchef Alain Candellero, seit 1982 im Museumsverein, sorgt dafür, dass jeder Fahrtag ein kleines Fest wird. Und die letzte Etappe? Die führt uns wieder mit dem Zug entlang des Lac Léman bis nach Genf, wo der Zauber dieser Reise schließlich endet.
Und für alle, die noch mehr vom Lavaux erleben möchten: Die Linie 382 Cully–Palézieux, auch bekannt als die «Lavaux-Linie», verknüpft Cully mit Puidoux und offeriert uns einmalige Ausblicke auf den Genfersee und die Alpen. Das ist nicht nur bequem, sondern auch noch umweltfreundlich! Man kann die Region in aller Ruhe erkunden, ohne Stress und Parkplatzsuche. Perfekt für einen Ausflug mit der Familie oder Freunden.
Mit einem Besuch im Maison Lavaux, das seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, taucht man noch tiefer in die Geschichte und die Lebensart dieser Region ein. Hier warten spannende Ausstellungen und Führungen, die uns die Traditionen und Geheimnisse der Weinbergterrassen näherbringen. Es ist eine Einladung zum Entschleunigen und Verweilen, ganz nach dem Motto: einfach mal abschalten und genießen.
