Heute ist der 13.07.2026 und das Wallis steht im Zeichen der Erneuerung. Nach den drastischen Schließungen von 13 Campingplätzen im März 2023, die wegen möglicher Naturgefahren wie Überschwemmungen, Steinschlägen und Lawinen in die Knie gezwungen wurden, kehrt nun allmählich die Normalität zurück. Der Kanton hatte damals die Entscheidung getroffen, um Leben zu schützen – eine Maßnahme, die für Campierende, die in Zelten und Wohnwägen nächtigen, besonders einschneidend war. Man kann sich vorstellen, wie die Betroffenen sich fühlten: Auf einmal war der geliebte Platz in der Natur verriegelt, einfach so! Der Camping Riverside in Reckingen, betrieben von Pim Beijen, war einer dieser Plätze und leidet noch immer unter den Nachwirkungen dieser Entscheidung.

Gerhard Kiechler, der Präsident der Gemeinde Goms, war jedoch nicht bereit, die Sache so einfach hinzunehmen. Mit aller Kraft setzte er sich für die Rücknahme der Schließungen ein. Auf dem Gemeindegebiet Goms waren insgesamt drei Campingplätze betroffen. Ingenieurbüros wurden beauftragt, um mögliche Schutzmaßnahmen zu prüfen, und eine Verwaltungsbeschwerde wurde eingelegt – ein wahres Hin und Her! Dabei war die Gemeinde bereits 2020 auf die Gefahren aufmerksam gemacht worden. Ein Hochwasserschutzprojekt für Reckingen wartete nur auf die Genehmigung des Kantons, und schließlich wurde es genehmigt. Endlich, endlich durften die Zelte wieder aufgeschlagen werden!

Die Rückkehr zur Natur

Jetzt, wo die Campingplätze wieder offen sind, atmen die Gäste auf. „Es gibt keine Einschränkungen mehr!“, freut sich ein Stammgast. Einige waren damals überrascht und schockiert über die Schließungen, andere hingegen hatten die Hoffnung, dass der Platz bald wieder öffnet. Eine Umfrage ergab, dass kaum jemand Angst vor Naturgefahren hat. Dennoch, die Realität ist, dass das Risiko von Steinschlägen und Murgängen im Alpenraum mit der Klimaerwärmung steigt. Da sind sie, die besorgniserregenden Anzeichen, die uns alle wachrütteln sollten.

Aber was tun die Campingplätze, um sich zu schützen? Überschwemmungen stellen eine Bedrohung für Freiflächen dar, und viele Plätze liegen in hochwassergefährdeten Gebieten. Der Klimawandel bringt nicht nur steigende Temperaturen, sondern auch extreme Wetterlagen mit sich. Man muss sich bewusst sein, dass es verschiedene Arten von Überschwemmungen gibt – seien es Überschwemmungen durch Flüsse, Oberflächenwasser oder Grundwasser. Jedes Szenario könnte einen Campingplatz in einen wahren Alptraum verwandeln.

Maßnahmen für die Zukunft

Der Einsatz proaktiver und nachhaltiger Hochwasserschutzmaßnahmen ist daher unerlässlich. Natürliche Barrieren wie das Pflanzen von Bäumen und das Anlegen von Feuchtgebieten können helfen, die Auswirkungen zu mildern. Durchlässige Oberflächen anstelle von Beton und Asphalt könnten ebenfalls eine Lösung sein, um das Wasser besser abzuleiten. Das Einrichten von Überschwemmungszonen und die Einbeziehung der Gemeinschaft in die Aufklärung über Hochwassergefahren sind weitere Schritte in die richtige Richtung. Außerdem sollten Infrastrukturen höhergelegt werden, damit sie nicht im Falle eines Hochwassers zur Zielscheibe werden.

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Projekte wie das in Deutschland zeigen, dass Campingunternehmen dringend Informationen über die Risiken ihrer Plätze benötigen. Über 70 Campingbetriebe wurden analysiert, individuelle Anpassungsstrategien entwickelt und ein umfassender Maßnahmenkatalog erstellt. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Einsparung von Treibhausgasemissionen sind positive Nebeneffekte, die man nicht unterschätzen sollte. Auch wenn es Hindernisse bei der Öffentlichkeitsarbeit gibt, so wächst das Interesse an den Erkenntnissen auch über die Grenzen hinaus.

Die Rückkehr zur Natur ist für viele ein Zeichen der Hoffnung. Die Gemeinschaft in Goms zeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten kann. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt – denn der Campingplatz ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Platz, an dem man die Schönheit der Natur hautnah erleben kann, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren.