Heute ist der 12.07.2026 und während die Sonne über den majestätischen Gipfeln des Wallis aufgeht, machen sich die Walliser Studierenden der Hochschule Luzern (HSLU) auf den Weg, um ihre Tradition fortzusetzen. Nach dem Bachelor-Diplom geht es für sie zu Fuß zurück ins geliebte Wallis. Diese Wanderung – eine Art Pilgerreise – hat eine Geschichte, die vor etwa 50 Jahren aus einer Bieridee von sechs Wallisern entstand. Wer hätte gedacht, dass eine solche Idee zu einer so schönen Tradition werden würde?

Am Sonntagmorgen, unter dem Torbogen des Luzerner Bahnhofs, begann das Abenteuer. Die erste Etappe führt sie mit dem Zug nach Alpnach – und dann heißt es: Wanderschuhe schnüren! Die Route umfasst rund 150 Kilometer, unterteilt in sieben Etappen, und führt über malerische Orte wie Lungern, Guttannen und Grimsel. Der höchste Punkt der Reise, der Grimselpass, liegt auf etwa 2200 Metern. Wer hier wandert, hat nicht nur die Füße, sondern auch das Herz in den Bergen!

Ein Fest für die Sinne

Die letzte Etappe der Reise wurde am Morgen gestartet, begleitet von einem Team des Kanal 9, das Aufnahmen für die Nachwelt macht. In Grengiols gab es das erste Apéro und ein köstliches Mittagessen – Raclette, das muss einfach sein! Die Teilnehmer genossen die hohen Temperaturen, während sie sich an den Brunnen erfrischten, die in der Umgebung sprudelten. Wer kann schon bei solch einem Wetter widerstehen, sich mit einem kühlen Getränk zu belohnen? Einfach himmlisch!

Die Wanderung führt weiter Richtung Naters und Brig, wo das zweite Apéro auf sie wartet. Laut Zwischenstatistik haben sie bereits 22 Kilometer zurückgelegt mit +417 Höhenmetern und -866 Höhenmetern. Die Gesamtstatistik nach ihrer Reise wird dann beeindruckende 126 Kilometer und Höhenmeter von +3197 m / -3519 m ergeben – das ist eine ganz schöne Leistung!

Traditionen leben weiter

Am Ende der Reise ist ein großes Abschlussfest im Bergdorf Unterbäch geplant. Die Freude, die die Absolventen und Teilnehmer empfinden, ist mit Händen zu greifen. Ein Maultier wird auch in diesem Jahr Teil der Wanderung sein, um an die historische Rolle der Säumer zu erinnern, die früher die Fracht durch die Berge transportierten. Es ist eine schöne Art, die eigene Geschichte zu würdigen und gleichzeitig die Tradition aufrechtzuerhalten.

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Wandern hat in der Schweiz einen besonderen Stellenwert. Rund 60 % der Schweizer Bevölkerung schnüren mehrmals jährlich die Wanderschuhe. Es ist die beliebteste sportliche Betätigung, die moderate körperliche Aktivität mit dem Erleben der atemberaubenden Landschaft verbindet. Über 65.000 Kilometer markierte Wanderwege laden dazu ein, die Natur zu erkunden. Und ja, das Wandern hat seine Wurzeln in der Aufklärung des 18. Jahrhunderts. Man könnte sagen, es ist eine Tradition, die uns mit der Natur und der Geschichte verbindet.

So zieht die Gruppe der Walliser Studierenden, voller Vorfreude und mit einer Prise Wehmut, ihrer Heimat entgegen. Es ist nicht nur eine Rückkehr, sondern auch eine Feier des Lebens, der Freundschaft und der Traditionen, die uns alle verbinden. Und jeder Schritt bringt sie näher zu ihrem Ziel – dem Bergdorf Unterbäch, wo sie die Mühen der Reise mit einem festlichen Abschluss feiern werden.