Im Wallis, wo die Berge hoch und die Kühe zahlreich sind, hat sich kürzlich ein Vorfall ereignet, der die Gemüter erhitzt. Während des Enduro2 Mountainbike-Rennens im malerischen Val de Bagnes waren zwei Mountainbiker unglücklich in eine Herdensituation geraten. Ein Video, das die flüchtenden Kühe zeigt, wurde auf Instagram geteilt und sorgte für sofortige Empörung in der Online-Community. Der Urheber des Videos bedauerte seine Entscheidung und gestand, in diesem Moment nicht bedacht zu haben, wie sehr sein Handeln die Tiere in Panik versetzen könnte. Ein wenig nachdenklich, oder? Schließlich zeigt das Beispiel, wie schnell sich eine unschuldige Sportveranstaltung in ein kontroverses Thema verwandeln kann.

Jonathan Besse, der stellvertretende Direktor des Tourismusbüros in Verbier, äußerte sich klar und deutlich: „Das ist inakzeptabel und entspricht nicht den Werten unserer Gemeinde.“ Und während die Diskussion über das Verhalten der Biker entfacht, erklärt einer der betroffenen Fahrer, dass sein Verhalten im Kontext des Rennens zu sehen sei. „Normalerweise würde ich mich nicht so verhalten“, sagt er, und bringt damit die Frage auf, wie wir als Sportler, aber auch als Menschen, Verantwortung für unsere Umgebung übernehmen.

Tierschutz und Verantwortung

Inmitten dieser Debatte um die Mountainbiker und die Kühe kommt ein weiterer Vorfall ans Licht, der die Augen für die dunklen Seiten der Tierhaltung öffnet. Tierschützer entdeckten eine Kuh namens Hope, eingeklemmt zwischen Kadavern in einem Lastwagen, der auf dem Weg zur Müllkippe war. Sie lag dort neben ihrem toten Kalb – ein Bild des Grauens, das viele erschüttert. Die Fahrer des Lastwagens hatten geglaubt, nur verendete Tiere transportieren zu müssen, doch ein leises Muhen ließ sie innehalten und letztlich wurde Hope gerettet. Solche Geschichten werfen ein grelles Licht auf die Bedingungen in der Massentierhaltung.

Der Vorfall, der im September an der Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien aufgedeckt wurde, lässt die Frage aufkommen: Wer trägt die Verantwortung für solche grausamen Situationen? Zwei Lastwagen voller trächtiger Kühe waren mehr als vier Wochen im Niemandsland festgehalten worden, und während dieser Zeit kamen die Tiere unter extremen Bedingungen zur Welt – die meisten starben oder wurden notgeschlachtet. Der Mangel an Verantwortlichen in solchen Szenarien ist alarmierend. Das führt uns zurück zu den Mountainbikern: Was bedeutet es, Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen, wenn wir uns in der Natur bewegen?

Ein Umdenken ist nötig

Der WWF hat klare Empfehlungen ausgesprochen: Das Kaufverhalten der Verbraucher hat direkten Einfluss auf das Wohl von Tieren. Ein Verzicht auf oder eine Reduktion von tierischen Lebensmitteln wird als notwendig erachtet – und die Wahl von Bioprodukten mit entsprechenden Bioverbandslogos wird empfohlen. Dabei sollte die Verantwortung nicht allein den Verbrauchern aufgebürdet werden, sondern auch Einzelhandel, Industrie und Politik müssen ihren Teil zum Umbau der Tierhaltung beitragen.

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Die Familie Hopmann aus Kappeln hat einen Schritt in die richtige Richtung getan, indem sie von intensiver Schweinemast auf Bio- und Freilandschweine umgestiegen ist. Das ist ein Zeichen, dass Veränderung möglich ist, und das nicht nur in der Landwirtschaft. Wenn wir über solche Themen sprechen, wie die Mountainbiker über ihre Verantwortung und die Tierschützer über ihre Aufrufe zur Veränderung, müssen wir uns fragen: Was können wir tun, um das Wohlergehen der Tiere zu fördern und solche Vorfälle zu verhindern? Vielleicht beginnt es in kleinen Schritten – mit dem, was wir essen und wie wir uns in der Natur verhalten.