Heute ist der 6.05.2026 und während sich das Wallis in der Frühnebel hüllt, gibt es spannende Neuigkeiten aus dieser malerischen Region. Gaznat, ein Unternehmen mit einer klaren Vision, plant den Bau eines unterirdischen Erdgasspeichers in den Walliser Alpen. Das klingt ja schon mal nach einer aufregenden Sache! Unterstützt wird dieses Vorhaben von Swissmem, was zeigt, dass die Industrie hinter dem Projekt steht. Und das ist auch nötig, denn die Herausforderungen der aktuellen Energieversorgung in Europa sind nicht zu unterschätzen.
Die Lage ist alles andere als rosig: Europas Gasspeicher sind zum Ende der Wintersaison nur zu 30% gefüllt – der tiefste Stand seit fünf Jahren. Blockaden im Nahen Osten und kaltes Wetter haben den Verbrauch in die Höhe getrieben. In der Schweiz, wo Erdgas immerhin 15% des Gesamtenergiebedarfs deckt, gibt es quasi keine nennenswerten Gasspeicher. Das heißt, im Krisenfall könnte es schnell eng werden. Der Bund verlangt von der Gasbranche, eine Reserve von 15% des jährlichen Verbrauchs zu halten, die in ausländischen Speichern gebucht wird. René Bautz von Gaznat hat jedoch schlechte Erfahrungen mit diesen ausländischen Speicherverträgen gemacht und betont: Wir brauchen eine eigene Infrastruktur für die Versorgungssicherheit!
Ein Schritt Richtung Unabhängigkeit
Seit 2007 plant Gaznat, einen eigenen Gasspeicher in Oberwald zu realisieren. Sondierungsbohrungen sind bereits durchgeführt worden. Die Investitionskosten für vier Kavernen belaufen sich schätzungsweise auf 450 bis 500 Millionen Franken. Ein inländischer Gasspeicher könnte nicht nur die Abhängigkeit von ausländischen Speicherlösungen verringern, sondern auch die Kosten für Importe und Lagerung senken. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Die Schweiz hat zwar keine großen Erdgasspeicher, doch die Unterstützung aus der Industrie ist stark. Viele Unternehmen sind auf Erdgas angewiesen, und Swissmem fordert Lösungen, damit die Industrie im Krisenfall nicht vom Gasnetz getrennt wird. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung sieht private Initiativen wie die von Gaznat positiv – ein gutes Zeichen für die kommenden Schritte.
Die Skepsis von Axpo
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Axpo äußert Bedenken und argumentiert, dass ein inländischer Gasspeicher für Gaskraftwerke nicht notwendig sei, da die bestehenden Netze ausreichend seien. Bautz bleibt jedoch optimistisch und hofft auf eine nationale Speicherstrategie des Bundes, um das Projekt voranzutreiben. Schließlich könnte der erste Kavernenspeicher im Extremfall die Schweiz für eine Woche mit Energie versorgen – das wäre eine echte Sicherheit!
Gaznat hat zudem Pläne, weitere Anlagen im Grimselmassiv zu prüfen und andere Regionalgesellschaften für die Schaffung von Speicherkapazitäten zu gewinnen. Doch um all diese Pläne in die Realität umzusetzen, sind politische Entscheidungen nötig. Die Inbetriebnahme des Speichers könnte zwischen 2030 und 2040 erfolgen – ein langer Weg, aber vielleicht der richtige.
In einer Zeit, in der die Energieversorgung so fragil erscheint, ist es wichtig, dass wir nicht nur auf ausländische Lösungen setzen, sondern auch eigene Kapazitäten schaffen. Das Wallis könnte mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, dass wir bereit sind, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. Das haben wir uns doch verdient, oder?