Heute ist der 13.05.2026 und während sich die Sonne über Uri erhebt, rückt das Auffahrts-Wochenende näher. Es wird mal wieder spannend, denn die Autofahrer können sich auf lange Staus vor dem Gotthard gefasst machen. Wer am Mittwoch, dem 10. Mai, unterwegs war, konnte das bereits hautnah erleben. Ab dem Mittag stauten sich die Fahrzeuge am Gotthard-Nordportal – ein Bild, das man in den kommenden Tagen sicherlich öfter sehen wird.
Die ersten Meldungen sind alarmierend: Bereits um 12:10 Uhr standen die Autos in einem Stau von fünf Kilometern, mit einer Wartezeit von 50 Minuten. Und es wurde nicht besser. Um 13:15 Uhr stieg der Stau auf sieben Kilometer und die Wartezeit überschritt die Stunde. Um 13:30 Uhr waren es sogar neun Kilometer und die Zeitverluste schossen auf bis zu eine Stunde und zehn Minuten hoch! Es ist ein wahres Geduldsspiel. Um 14:27 Uhr erreichte der Stau die zehn Kilometer-Marke, mit einer Wartezeit von bis zu einer Stunde und 40 Minuten. Wie lange kann man so eine Geduldsprobe aushalten, bevor die Nerven blank liegen?
Urlaubsreise in Sicht
Das verlängerte Wochenende zieht die Schweizerinnen und Schweizer in Scharen ins Tessin oder nach Italien. Die Sehnsucht nach Sonne, Meer und ein wenig dolce vita ist stark. Mittwochabend gegen 19:30 Uhr zeigt sich der Stau dann wieder von einer etwas freundlicheren Seite – immerhin ist der Rückstau auf fünf Kilometer geschrumpft, die Wartezeit beträgt jetzt „nur“ noch 50 Minuten. Doch der Geduldsfaden der Reisenden ist bis dahin sicher schon auf die Probe gestellt worden.
Die Autobahn vor dem Gotthard hat immer etwas von einem Schicksalsweg. Für viele ist es der Schlüssel zu einem Urlaub, für andere ein notwendiges Übel. Und auch wenn die Ausblicke auf die majestätischen Berge verlockend sind, der Gedanke an die Wartezeiten kann einem die Vorfreude schnell vermiesen. Es ist schon fast eine Tradition, das Warten in den Ferien zu akzeptieren; eine Art kollektives Schicksal der Reisenden.
Saisonale Staus und ihre Tücken
Und während die Autos in einer Reihe stehen, denkt manch einer darüber nach, ob es nicht auch andere Wege gibt. Vielleicht die malerische Route über die Pässe? Doch die sind oft nicht weniger überlaufen. Mit dem zunehmenden Reiseverkehr wird es nicht einfacher, einen ruhigen Weg ins Urlaubsparadies zu finden. Vielleicht sollte man einfach ein bisschen früher losfahren oder die Abfahrt auf einen weniger frequentierten Tag legen.
Aber die Vorfreude auf das Ziel ist natürlich ungebrochen. Der Gedanke an die warmen Strände des Tessins oder die köstliche italienische Küche lässt die Wartezeit ein wenig erträglicher erscheinen. Vielleicht hilft ein gutes Hörbuch oder ein paar spannende Podcasts, um die Zeit zu überbrücken. Wenn man dann endlich die Grenze überquert hat, fühlt es sich an, als hätte man einen kleinen Marathon hinter sich gebracht. Und das Ziel? Das ist es allemal wert!