In Altdorf UR sorgt eine Blitzeranlage in der Nähe des Schulhauses Hagen für reichlich Gesprächsstoff. Ein Anwohner hat sich lautstark über den Standort beschwert und sieht darin ein echtes Sicherheitsrisiko. Er ist überzeugt, dass der Blitzer nicht nur die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer erfasst, sondern auch als „Goldesel“ fungiert, denn angeblich werden hier 10 bis 15 Fahrzeuge pro Stunde geblitzt. Das bringt nicht nur Geld in die Kassen, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit auf.
Die Kantonspolizei Uri hat jedoch eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Sie wies die Vorwürfe des Anwohners entschieden zurück und betont, dass die Blitzeranlage gut sichtbar sei. Dies soll dazu beitragen, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeit reduzieren, was die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen soll. Außerdem hat der Anwohner argumentiert, dass die Sichtweite des Blitzers die von den Schweizerischen Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) vorgegebene Mindestsichtweite um zwei Meter unterschreite. Hier kommt der Knackpunkt ins Spiel: Die Kantonspolizei stellt klar, dass die VSS-Normen in Uri keine rechtliche Bindung haben und dass die Anforderungen des kantonalen Strassenrechts erfüllt sind. Die Polizei gibt jedoch keine Auskunft über die eingenommenen Bussgelder.
Stationäre und mobile Kontrollen
Doch was macht eigentlich eine gute Blitzer-Standortwahl aus? In vielen Städten, wie etwa Hagen, stehen „Starenkästen“ an unfallträchtigen Stellen. Mobile Kontrollen werden an zahlreichen Standorten durchgeführt, weil nicht alle gefährlichen Stellen permanent überwacht werden können. Die Aufstellung solcher Blitzanlagen ist also nicht nur ein Mittel zur Einnahmesteigerung, sondern auch ein ernsthaftes Sicherheitsinstrument.
In Hagen sind die stationären Messungen an verschiedenen Straßen fest verankert, und es gibt eine lange Liste von Standorten, die von der Polizei überwacht werden. Dazu gehören die Altenhagener Straße, die Becheltestraße und viele mehr. Diese gezielte Überwachung soll den Verkehr sicherer machen und Unfälle vermeiden.
Ein spannendes Thema für die Anwohner
Die Diskussion um den Blitzer in Altdorf zeigt, wie vielschichtig das Thema Geschwindigkeitsüberwachung ist. Während einige Anwohner die Blitzer als notwendig erachten und die Sicherheit auf den Straßen erhöhen wollen, sehen andere darin eine Geldmacherei. Es ist eine spannende Debatte, die sicher noch einige Zeit für Aufregung sorgen wird. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald eine neue Initiative, die die Standorte der Blitzer in der Region neu bewertet?