Heute ist der 23.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Ergebnisse der Überprüfung der Grundkompetenzen in der Schweiz. Die Universität Bern hat, im Auftrag der Kantone, rund 20’000 Kinder getestet – ein Mammutprojekt, das zum vierten Mal in 15 Jahren durchgeführt wurde. Die Tests fanden am Ende des ersten Schulzyklus statt und das, so früh wie nie zuvor! Das Ergebnis? Nun, die Berner Schülerinnen und Schüler schneiden im nationalen Vergleich eher mittelmäßig ab.

Insbesondere die französischsprachigen Kinder aus Bern haben es schwer. Mit nur 70% Erreichung der Grundkompetenzen sind sie das nationale Schlusslicht beim Lesen. Die deutschsprachigen Berner Kinder liegen bei 74%, was zwar besser ist, aber immer noch hinter dem Schweizer Durchschnitt von 79% zurückbleibt. Zum Vergleich: Uri und Graubünden glänzen mit jeweils 87% und zeigen, wie’s richtig geht. Ein bisschen wie der Klassenbeste, der immer wieder die Hausaufgaben als Vorbild vorzeigt.

Die Herausforderung der Grundkompetenzen

Die Überprüfung umfasst nicht nur das Lesen, sondern auch das Hören und die Mathematik. Im Kompetenzbereich Hören erreichen die deutschsprachigen Berner 88% und die französischsprachigen 84%, was im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 87% ganz okay ist. Aber Mathematik? Da sieht’s für die deutschsprachigen Kinder mit 72% und für die französischsprachigen mit 78% wirklich mau aus – der nationale Schnitt liegt bei 76%.

Die Berner Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) hat die Ergebnisse zur Kenntnis genommen und plant eine Analyse. Das klingt nach einer ruhigen Reaktion, während das Erziehungsdepartement von Basel-Stadt offensiver mit den unterdurchschnittlichen Ergebnissen umgeht und Handlungsbedarf anmeldet. Basel-Stadt hat im Lesen 73% und in Mathematik 70% erreicht – auch nicht gerade das Gelbe vom Ei!

Soziale Unterschiede und Herausforderungen

Ein weiterer Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die sozialen Unterschiede. Kinder aus sozial benachteiligten Familien erreichen die Grundkompetenzen deutlich schlechter als ihre privilegierten Altersgenossen. Der Dachverband der Lehrer fordert bereits Unterstützung für diese Familien, bevor die Kinder zur Schule kommen. Frühförderung in der Schulsprache wird als sinnvoll erachtet, aber bitte nicht auf Kosten der Mathematik!

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Und mal ehrlich, die Frage, ob es Leistungsunterschiede zwischen Buben und Mädchen gibt, kann getrost mit „nein“ beantwortet werden. Beide Geschlechter bringen die gleichen Voraussetzungen in die Schule mit, ohne vorgefertigte Geschlechterbilder. Das ist doch mal eine positive Nachricht!

Ein Blick in die Zukunft

Der Bildungsbericht Schweiz 2026, der am 23. März 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, beleuchtet die Situation im Bildungssystem umfassend. Der Bericht wird seit 20 Jahren erstellt und bietet wertvolle Erkenntnisse zu allen Bildungsstufen, von der Vorschule bis zur Weiterbildung. Besonders spannend ist die Analyse, die sich an Kriterien wie Effektivität, Effizienz und Equity orientiert. Hier werden auch Datenlücken und Forschungsbedarfe aufgezeigt – das ist wichtig für die Steuerung des Bildungswesens durch Bund und Kantone.

Das PDF-Dokument des Berichts ist zwar kostenlos online verfügbar oder als Buch erhältlich, erfüllt aber nicht ganz die Anforderungen an digitale Barrierefreiheit. Manchmal bleibt der Fortschritt halt ein bisschen hinter dem zurück, was wir uns wünschen. Aber vielleicht ist das auch ein Anstoß, um noch mehr in die Bildung zu investieren und die Schüler dort abzuholen, wo sie stehen.