Am Montag war es endlich so weit: Die offizielle Eröffnung des Alpkäselagers Felsenkeller Ripshausen in Erstfeld! Ein Fest, das die Herzen der Käseliebhaber höher schlagen ließ. Unter den Gästen waren nicht nur die lokalen Behörden, sondern auch Geldgeber, Stiftungen und Gönner, die dem Projekt ihren Segen gegeben haben. Othmar Zgraggen, der Präsident der Genossenschaft Urner Alpkäseproduzenten (GUAP), sprach mit viel Leidenschaft über die Bedeutung des Käsens. Er ließ uns in die Geschichte eintauchen, die zur Gründung der GUAP führte – ein Prozess, der in den 90ern begann, als viele traditionelle Käsehandelsbetriebe im Kanton Uri schließen mussten. Die Käseproduzenten standen damals ohne Vermarktungsorganisation da, ein echtes Dilemma!
Martin Furrer, ein Mitinitiator dieses wunderbaren Projekts und der erste Präsident der GUAP, hatte die Vision, den Käsemarkt in der Region zu stabilisieren. Gemeinsam mit Isidor Baumann wurde nach Lagermöglichkeiten gesucht. Zunächst schauten sie in Amsteg vorbei, doch schließlich fiel die Wahl auf den stillgelegten Armeestollen in Ripshausen. Othmar Zgraggen übernahm die Leitung der Baukommission und führte die Arbeiten über vier Jahre hinweg. Es gab viel zu tun: Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse mussten gelegt werden, und die Einrichtung des Käsekellers begann im März 2025. Und jetzt, wo die Käselieferungen im Juli 2025 starteten, stehen beeindruckende 13.500 Käse zur Verfügung, von denen bereits 9.500 Plätze im ersten Betriebsjahr belegt waren!
Die Faszination des Käsehandwerks
Käsermeister Toni Holdener gab während der Eröffnungsfeier spannende Einblicke in die neue Anlage. Ein Käsepflege-Roboter wurde installiert – das klingt fast futuristisch, oder? Die Feineinstellung des Roboters erforderte dabei eine Menge Geduld. Ein neuer beheizter Raum zur Entkeimung und Hygienisierung der Holzbrettli sorgt dafür, dass alles nach den höchsten Standards abläuft. Und die Lagerkosten? Für 1.000 Käse liegen diese bei rund 70 Franken pro Tag. Ein kleiner Preis für die Qualität, die hier geboten wird!
Die Alpkäserei Urnerboden und die Alpkäserei Surenen sind die größten Lieferanten und alle 30 Mitglieder der GUAP profitieren von dieser neuen Lagerstätte. Die Finanzierung? Eine gelungene Mischung aus Subventionen von Bund, Kanton, Urner Korporationen, Stiftungen, privaten Beiträgen und Darlehen. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, was man zusammen erreichen kann!
Ein musikalisches Fest
Der Abschluss der Eröffnungsfeier war ein wahres Fest für die Sinne! Wortmeldungen von Kurt Schuler, Urban Camenzind und Barbla Graf machten den Tag noch besonderer. Und als ob das nicht genug wäre, sorgte das Schwyzerörgeli Trio für die musikalische Umrahmung – die Klänge des traditionellen Instruments wehten durch den Raum und versetzten alle Gäste in eine feierliche Stimmung. So klang der Tag harmonisch und voller Freude aus.
Alpkäse, dieser Schatz aus den Alpen, entsteht inmitten unberührter Natur, fernab von Verkehr und Hektik. Die Milch für diesen speziellen Käse stammt von glücklichen Kühen, Ziegen oder Schafen, die auf saftigen Weiden grasen. Die Herstellung erfolgt nur im Sommer, wenn die Tiere die besten Futterquellen finden. Der Begriff „Alpkäse“ ist übrigens nur für Käse aus dieser speziellen Milch zulässig. In der Schweiz gibt es insgesamt 42 Alpkäsereien, die Teil des Vereins Alpkäseproduzenten SG, AI/AR, FL sind und jährlich etwa 350 Tonnen Alpkäse produzieren. Ein echter Genuss für alle, die das Besondere lieben!