Heute ist der 3. Juli 2026. Ein Datum, das bei den Urner Einwohnergemeinden in aller Munde ist. Im Rathaus fand eine Informations- und Diskussionsrunde statt, die von Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind geleitet wurde. Es ging um die geplanten Änderungen bei den Quellensteuern für Kurzaufenthalter. Ein Thema, das viele von uns betrifft, denn es wird ab 2027 Maßnahmen geben, um die Einnahmen in der Wohnsitzgemeinde der Arbeitnehmenden zu sichern. Ein heisses Eisen, das von den Anwesenden mit großem Interesse verfolgt wurde.

Camenzind betonte, wie wichtig diese Änderungen sind. Dabei schwang eine gewisse Aufregung mit, denn mit den neuen Regelungen sollen die Quellensteuern fairer verteilt werden. Dies könnte für viele Arbeitnehmer, vor allem die aus dem Ausland, eine spürbare Erleichterung bringen. Die Quellensteuer selbst wird direkt vom Lohn abgezogen, was für ausländische Arbeitnehmer ohne C-Ausweis schon lange gängige Praxis ist. Ein kleinerer Teil der Löhne, aber dennoch ein entscheidender. Die Quellensteuersätze variieren je nach Kanton und Tarif-Code, meist zwischen 5 % und 15 %. In Basel-Stadt liegt er bei etwa 10,5 % – hier kann man schon ins Schwitzen kommen, wenn man die Zahlen betrachtet.

Finanzielle Einblicke und positive Entwicklungen

Finanzdirektor Urs Janett präsentierte Kennzahlen der Kantonsrechnung und brachte Erfreuliches mit: 2025 wurde ein Überschuss von 13,6 Millionen Franken verzeichnet! Zuvor gab es in den Jahren 2023 und 2024 Defizite von 20,5 und 11,2 Millionen Franken. Ein Aufatmen ging durch die Reihen. Die positiven Entwicklungen sind vor allem auf die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank und die höheren kantonalen Steuereinnahmen zurückzuführen. So sank die Nettoverschuldung des Kantonshaushalts auf rund 140 Millionen Franken.

Die 15 Gemeinden, die 2025 einen Ertragsüberschuss erzielten, konnten sich über kumulierte Überschüsse von 13,4 Millionen Franken freuen. Das entspricht einem Ertragsüberschuss von 347 Franken pro Kopf – nicht schlecht, oder? Das kumulierte Nettovermögen der Gemeinden liegt bei 21,7 Millionen Franken, was einen Durchschnitt von 555 Franken pro Kopf ergibt. Das sind Zahlen, die man gerne hört!

Steuergesetzrevision und ihre Auswirkungen

Walter Schuler gab einen Einblick in die Teilrevision des Steuergesetzes (StG 2027). Hier steht die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung im Fokus. Die Urner Stimmbevölkerung hat bereits mit 65,54 % für diese Abschaffung votiert. Das ist ein klares Zeichen! In den kommenden Monaten wird es ein Vernehmlassungsverfahren zur Steuergesetzrevision geben, in dem die Auswirkungen auf Zweitwohnungen geprüft werden. Die Finanzdirektion wird sich intensiv mit der Einführung einer Objektsteuer auf Zweitliegenschaften auseinandersetzen. Die Diskussionen sind bereits in vollem Gange und werden uns sicherlich noch weiter beschäftigen.

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Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Mindereinnahmen für Bund, Kantone und Gemeinden, die durch die Reform der Wohneigentumsbesteuerung entstehen könnten. Bei einem Hypothekarzinsniveau von etwa 1,5 % wird mit geschätzten 1,8 Milliarden Franken gerechnet. Hier wird es spannend, denn die Auswirkungen hängen stark vom Hypothekarzinsniveau ab. Bei niedrigen Zinsen profitieren viele Eigenheimbesitzer, vor allem Pensionierte, während hohe Zinsen die Steuerlast erhöhen können. Ein ständiges Auf und Ab, das so manch einer in der Region mit einem mulmigen Gefühl verfolgt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Reformen sind jedoch nicht nur mit Herausforderungen verbunden. Der Ressourcenausgleich hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt, und die Nehmergemeinden dürfen sich 2026 über rund 8,8 Millionen Franken freuen – ein Plus von 1,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Das sind Fortschritte, die mutig stimmen. Und während die Regierungsräte eine umfassende Überprüfung der Aufgaben- und Finanzstrukturen planen, stehen wir alle in der Verantwortung, das Beste daraus zu machen.

Die Frage, die bleibt, ist: Wie wird sich all das auf unseren Kanton auswirken? Die nächsten Monate werden zeigen, ob die geplanten Änderungen die erhoffte Wirkung erzielen. Die Vorbereitungen laufen, und die Debatten sind in vollem Gange. Eines ist jedoch sicher: Die kommenden Jahre werden für die Urner Gemeinden spannend und herausfordernd zugleich. Wir bleiben dran!