Heute, am 3. Juli 2026, hören sich die Herzen der „Dahoam is Dahoam“-Fans noch immer wie ein Trommelwirbel an. Die Aufregung um den Abschied von Ursula Erber, die fast 20 Jahre lang die Matriarchin Theresa „Uri“ Brunner verkörperte, ist nach wie vor spürbar. Ihre letzte Folge, die am 7. April ausgestrahlt wird, wird mit einer Mischung aus Trauer und Dankbarkeit erwartet. Es ist ein Ende, das auch ein wenig wie ein Neuanfang wirkt.

Ursula Erber, 92 Jahre alt, hat mit ihrer Rolle nicht nur die Brunner-Familie zusammengehalten, sondern in fast 3.700 Episoden auch die Zuschauer begeistert. Sie war nicht nur eine Schauspielerin, sie war ein Teil des Lebens vieler Menschen. Bereits in der ersten Folge am 8. Oktober 2007 hat sie die Zuschauer mit ihrer herzlichen Art und ihrem schauspielerischen Können in ihren Bann gezogen. Nun zieht sie sich aus dem Rampenlicht zurück – auf eigenen Wunsch. Es geschieht während eines Osterfestes, als ihre Figur, wie es sich für eine echte Familienmatriarchin gehört, sich zurückzieht und friedlich entschläft.

Ein emotionaler Abschied

Die emotionale Atmosphäre am Set während der letzten Drehtage war greifbar. Michael Vogtmann, Erbers Seriensohn Joseph Brunner, beschreibt den letzten Tag als intensiv. Die Berührtheit war in jedem Blick und jeder Geste spürbar. Heidrun Gärtner, die Annalena Brunner spielt, sprach von einer Stimmung, die nicht nur die Schauspieler, sondern auch das gesamte Team ergriffen hat. Bernhard Ulrich, Hubert Kirchleitner in der Serie, denkt an Erbers Humor und ihre Fitness zurück und lässt die Erinnerungen an viele gemeinsame Stunden lebendig werden.

Die letzte Episode wird am 7. April 2026 um 19:30 Uhr im BR Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab Gründonnerstag, dem 2. April, kann sie in der ARD Mediathek angesehen werden. Daniela Boehm, die Redaktionsleiterin von „Dahoam is Dahoam“, würdigt Ursula Erber auf der BR-Website und zeigt Verständnis für ihren Rücktritt. Ihre Entscheidung, die Rolle aufzugeben, ist nicht nur nachvollziehbar, sondern auch respektvoll. „Es ist Zeit, loszulassen“, hat Erber selbst gesagt, und das muss man wohl akzeptieren.

Ein Erbe, das bleibt

Die Lücke, die Ursula Erber hinterlässt, ist gewaltig, das wird von ihren Kollegen immer wieder betont. Michael A. Grimm, der ehemalige Max Brunner, hebt ihr Fachwissen und die Dramaturgie hervor, die sie in die Serie eingebracht hat. Auch Tommy Schwimmer, der Florian „Flori“ Brunner spielte, spricht von der besonderen Beziehung, die er zu Erbers Figur hatte. „Theres“ war für viele nicht nur eine Rolle, sie war eine Art Freundin, eine Vertraute, die immer da war.

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In den kommenden Episoden wird die Trauer um Erbers Figur thematisiert. Martin Wenzl, Ludwig Brunner, berichtet vom großen Aufwand, der für die Beerdigung in der Serie betrieben wird. Es wird sicher eine bewegende Zeit für alle, die mit der Serie verbunden sind.

Ursula Erber wurde am 5. April 1934 in München geboren und entstammt einer Künstlerfamilie. Ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in den 1950er-Jahren hat sie auf bedeutenden Bühnen in Hamburg und München präsentiert. „Dahoam is Dahoam“ war 2025 mit 74,7 Millionen Wiedergaben das meistgefragte BR-Format in der ARD Mediathek. Ein Beweis dafür, wie wichtig ihre Rolle für viele Menschen war.

Die Vorfreude auf die letzte Episode ist also nicht nur von Traurigkeit geprägt, sondern auch von Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die Jahre, die Ursula Erber uns geschenkt hat, für die Geschichten, die sie erzählt hat, und die Emotionen, die sie in unsere Wohnzimmer gebracht hat. Sie wird in unseren Herzen weiterleben.