Heute ist der 23.05.2026 und während wir hier in Uri die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genießen, gibt es auch in der Landwirtschaft News, die uns zum Nachdenken anregen. Das Laboratorium der Urkantone, besser bekannt als Laburk, zieht ein positives Fazit für das Jahr 2025. Es waren insgesamt 842 Landwirtschaftsbetriebe, die einer Grundkontrolle unterzogen wurden. Und das Ergebnis? Beeindruckende 88 % der Betriebe erfüllten die Anforderungen in den kontrollierten Bereichen! Das ist doch mal eine Ansage!

Natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen. In etwa 3 % der Fälle musste ein Verwaltungsverfahren eingeleitet werden, was zeigt, dass nicht alles rosig ist. Die Themen, die im Fokus standen, waren insbesondere die Blauzunge und Moderhinke – beides ernstzunehmende Krankheiten, die die Tierhaltung stark beeinträchtigen können. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 300 Fälle von Blauzungenkrankheit wurden im Herbst 2025 in allen vier Urkantonen nachgewiesen, wobei der vorherrschende Subtyp BTV-3 war. Und ja, erste Fälle von BTV-8 wurden ebenfalls festgestellt – das ist ein bisschen wie das Aufeinandertreffen von zwei ungebetenen Gästen auf einer Hochzeitsfeier.

Blick auf die Bekämpfung von Tierseuchen

Der Kantonstierarzt Marco Gut und Kantonschemiker Daniel Imhof sind mit den Fortschritten bei der Bekämpfung der Moderhinke bei Schafen zufrieden. Im Rahmen eines nationalen Programms soll die Prävalenz der betroffenen Schafherden in fünf Jahren unter 1 % gesenkt werden. Die erste Untersuchungsperiode endete am 31. März 2025 und die positiven Betriebe konnten von über 20 % auf 13 % gesenkt werden. Ein kleiner, aber feiner Fortschritt!

Die zweite Untersuchungsperiode begann am 1. Oktober 2025 und bis Ende 2025 waren 608 Betriebe in den Urkantonen frei von Moderhinke – das sind 89 %! Aber man muss auch festhalten, dass 79 Betriebe (11 %) gesperrt blieben. Die Wichtigkeit der Bekämpfung und der Biosicherheitsmaßnahmen wird somit immer wieder betont. Wer sich fragt, wie es um die Lebensmittelsicherheit steht, kann aufatmen: 311 Lebensmittelproben wurden auf PFAS untersucht, wobei nur eine Fleischprobe den gesetzlichen Höchstgehalt überschritt. Das betroffene Lebensmittel wurde sofort aus dem Verkauf genommen. Immerhin ein Lichtblick!

Die Herausforderungen des Blauzungenvirus

Das Blauzungenvirus ist ein Thema, das nicht nur uns hier in der Schweiz betrifft. Im Jahr 2024 hat sich BTV-3 in Deutschland stark ausgebreitet, was zu schweren Symptomen und sogar Todesfällen bei empfänglichen Tieren führte. 2025 gab es eine Beruhigung durch natürliche Durchseuchung und Impfkampagnen. Dennoch werden im Gnitzenjahr 2025/26 weiterhin Ausbrüche festgestellt, allerdings in deutlich reduzierter Zahl im Vergleich zum Vorjahr.

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Was die Serotypen betrifft, so wurde seit Oktober 2025 auch der Serotyp 8 (BTV-8) in Deutschland nachgewiesen. Hier zirkulieren zwei unterschiedliche Stämme: der alte Stamm, der seit 2015 in Frankreich aktiv ist und eher milde Symptome verursacht, und der neue Stamm, der von Südfrankreich über die Schweiz und nach Süddeutschland zieht. Letzterer kann stärkere Symptome hervorrufen und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Wiederkäuerpopulation dar. Impfungen sind hier der Schlüssel – die Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe gegen beide Stämme ist gegeben.

Es bleibt also spannend in der Landwirtschaft! Die Herausforderungen sind groß, aber mit dem richtigen Know-how und dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter bei Laburk und in den Landwirtschaftsbetrieben sieht die Zukunft für die Tierhaltung in den Urkantonen durchaus vielversprechend aus. Schließlich ist die Landwirtschaft das Herzstück unserer Region und ein Grundpfeiler unserer Gemeinschaft.