Heute ist der 5.06.2026 und in Uri weht ein Hauch von Veränderung durch die Gemeinde Silenen. Roger Metry, der seit 2008 als Gemeindeschreiber und Geschäftsführer tätig war, hat seinen Rücktritt angekündigt. Ja, Sie haben richtig gehört. Der Mann, der mit viel Engagement und Herzblut bedeutende Projekte wie die Verwaltungsreform, die Digitalisierung der Verwaltung und sogar den Bau des neuen Ärztezentrums geleitet hat, wird die Gemeinde zum 30. September 2026 verlassen. Ein Schritt, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Gemeinde Silenen einen tiefen Einschnitt darstellt.
Während seiner Amtszeit hat Metry nicht nur die Renovation des Gemeindehauses vorangetrieben, sondern auch kräftezehrende Herausforderungen, wie die Schließungen der Bristenstrasse, gemeistert. In den letzten Jahren war er zudem Mitglied des Urner Landrats – eine Rolle, die ihm sicherlich viele Einblicke in die Politik der Region verschaffte. Der Gemeinderat, der seinen Rücktritt bedauert, zeigt jedoch großes Verständnis für seinen neuen Karriereschritt. Metry übernimmt nun die Geschäftsführung der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden. Ein spannender neuer Abschnitt, der ihn sicherlich vor neue Herausforderungen stellen wird.
Ein Rückblick auf die Erfolge
Bei all dem, was Metry in Silenen geleistet hat, kann man die Bedeutung seiner Projekte nicht hoch genug einschätzen. Die Digitalisierung der Verwaltung, ein Thema, das in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist, hat er mit viel Elan vorangetrieben. Die öffentlich-rechtliche Rahmenvereinbarung über die Digitale Verwaltung Schweiz trat am 1. Januar 2022 in Kraft und regelt die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen. Ein Schritt, der auch Metry’s Arbeiten beeinflusste und die Weichen für die digitale Transformation in der Schweiz stellte.
Peppino Giarritta, der Beauftragte für die Digitale Verwaltung Schweiz, hat in den letzten Jahren an der Umsetzung einer gemeinsamen E-Government-Strategie gearbeitet. Diese Strategie, die bis Ende 2021 von der tripartiten Organisation E-Government Schweiz koordiniert wurde, ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation – etwas, was Metry in seiner Zeit in Silenen tatkräftig unterstützt hat. Die Bemühungen um eine Digitalisierungsstrategie, die bis 2027 weitergeführt werden soll, werden auch in Zukunft eine große Rolle spielen.
Ein Abschied, der bleibt
Der Abschied von Roger Metry wird in Silenen sicherlich nicht einfach. Nicht nur, weil er als „Macher“ bekannt war, sondern auch, weil sein Engagement für die Gemeinde spürbar war. Es ist nicht nur ein Verlust für die Verwaltung, sondern auch für die Menschen in der Gemeinde, die von seinen Initiativen profitiert haben. Der Gemeinderat hat ihm für seinen langjährigen Einsatz gedankt und ihm alles Gute für die Zukunft gewünscht. Man könnte fast sagen, dass die Spuren, die er hinterlässt, noch lange sichtbar bleiben werden.
In der schnelllebigen Zeit, in der wir leben, sind Veränderungen oft der einzige konstante Begleiter. Roger Metry hat in Silenen viel bewegt und sein neuer Schritt wird sicherlich auch die Berggemeinden in der Schweiz bereichern. Es bleibt spannend, was die Zukunft für ihn bereithält – und vielleicht auch, wie sich die digitale Landschaft in der Schweiz weiter entwickeln wird, an der er so tatkräftig mitgewirkt hat.