Heute ist der 5.06.2026, und während sich die Tage in Uri langsam dem Sommer entgegen neigen, gibt es Neuigkeiten, die nicht nur den Verkehr betreffen, sondern auch die Vorfreude auf die Schönheit der Alpenlandschaft. Der Gotthardstrassentunnel, ein wichtiger Verkehrsweg, wird für Unterhaltsarbeiten gesperrt. Die Nationalstraße A2 zwischen Göschenen und Airolo wird in den kommenden Wochen für mehrere Nächte gesperrt. Ein bisschen Geduld ist also gefragt!
Die Sperrzeiten sind klar festgelegt: Von Montag, dem 8. bis Freitag, dem 12. Juni, sowie in der darauffolgenden Woche vom 15. bis 19. Juni, und schließlich nochmals vom 22. bis 26. Juni 2026. Jedes Mal wird der Tunnel von 20.00 bis 05.00 Uhr nicht befahrbar sein. Für den normalen Personenverkehr wird eine Umleitung über die Gotthardpassstraße eingerichtet. Schwere Güterfahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen sich darauf einstellen, ab 19.30 Uhr im Norden und Süden angehalten zu werden. Das Amt für Betrieb Nationalstrassen bittet alle Verkehrsteilnehmer, die Signalisationen und Anweisungen der Verkehrspolizei zu beachten.
Ein Blick auf die Geschichte des Gotthardpasses
Der Gotthardpass ist mehr als nur eine Straße – er ist ein Teil unserer Schweizer Identität. Er verbindet die Kantone Uri und Tessin und liegt auf der Wasserscheide zwischen Reuss und Tessin. Wusstet ihr, dass die Geschichte dieses Passes vermutlich bis in die Eisenzeit zurückreicht? Da fehlen zwar sichere Spuren aus der Römerzeit, doch im Mittelalter war die Pass-Schlucht der Schöllenen eine große Herausforderung für Reisende. Um 1200 wurde der Durchgang dann endlich besser begehbar. Der Gotthard gewann an Bedeutung für die Agrar- und Viehwirtschaft der Innerschweiz und ermöglichte den Zugang zum lombardischen Markt. Die Säumer, Postreiter und Hospize, die viele Jahrhunderte lang das Bild des Passes prägten, waren oft die einzigen, die diesen steilen Weg wagten.
Die Kunststraße über die Tremola entstand zwischen 1827 und 1830, und die Gotthardbahn wurde 1882 eröffnet – ein echter Meilenstein! Mit der Autobahn A2 und dem Basistunnel hat sich der Verkehr grundlegend verändert. Seit den 1990er-Jahren verlagert sich der Schwerverkehr im Rahmen der NEAT-Politik zunehmend auf die Schiene. Heute ist der Gotthardpass nicht nur ein wichtiger Verkehrsweg, sondern auch ein Symbolort, an dem geografische, sprachliche und kulturelle Räume zusammenkommen.
Die Sage der Teufelsbrücke
Eine spannende Geschichte rankt sich um die Schöllenenschlucht: Einst war sie so schwer zu überqueren, dass ein Hirte oder Baumeister in seiner Verzweiflung rief, nur der Teufel könne eine Brücke bauen. Und tatsächlich! Der Teufel bot seine Hilfe an, verlangte aber die erste Seele, die die Brücke überqueren würde. Der Mann willigte ein und über Nacht entstand eine imposante Brücke. Doch die Menschen waren schlauer: Sie schickten einen Ziegenbock als Ersten über die Brücke, um den Teufel zu überlisten. Wütend schleuderte der Teufel einen Felsbrocken auf die Brücke, verfehlte aber sein Ziel. Der Teufelsstein liegt noch heute nahe Göschenen und erinnert an diese legendäre Begebenheit.
So, liebe Leser, während die Unterhaltsarbeiten im Gotthardstrassentunnel anstehen und der Verkehr umgeleitet wird, denkt daran, dass dieser Ort nicht nur eine Straße ist, sondern auch ein Stück Geschichte, das uns alle verbindet. Genießt die Schönheit der Alpen und bleibt sicher auf den Straßen!