Im Naturmuseum in Frauenfeld gibt es demnächst eine ganz besondere Attraktion: Die Sonderausstellung „Wow … ein Dachs!“ öffnet ihre Tore und lädt sowohl Kinder als auch Erwachsene ein, in die geheimnisvolle Welt dieser faszinierenden Tiere einzutauchen. Wer hätte gedacht, dass der Dachs, mit seiner markanten schwarz-weißen Gesichtsmaske, so viel zu bieten hat? Die Ausstellung ist eine Einladung zur Erkundung des nächtlichen Lebens der Dachse – und das auf eine spannende Art und Weise.

Inspiration für alle kleinen Künstler wird auch geboten! Ein kreativer Wettbewerb ruft dazu auf, eine Zeichnung einer nächtlichen Dachsszene einzureichen. Die besten Werke werden ab September in der Sonderausstellung und auf der Website des Museums präsentiert. Und keine Sorge – für die Teilnehmer gibt es Preise in drei Alterskategorien: bis 7 Jahre, von 8 bis 12 Jahren und ab 13 Jahren. Der Wettbewerb läuft bis zum 9. August 2026, also genug Zeit, um das eigene Kunstwerk zu perfektionieren!

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Ausstellung beinhaltet 22 lebensechte Präparate von Dachsen, die in verschiedenen Verhaltensweisen zu sehen sind. Das ist nicht nur für Kinder spannend, auch Erwachsene werden hier sicher ins Staunen geraten. Und das ist noch nicht alles! Wildtierkamera-Aufnahmen gewähren einzigartige Einblicke in das nächtliche Treiben dieser scheuen Tiere. Dachse leben meist verborgen in unterirdischen Bauten und sind vor allem nachtaktiv. Ihr Leben und Verhalten werden hier ganz anschaulich beleuchtet. Komischerweise haben Dachse in den letzten Jahren immer mehr Platz in unseren Siedlungsräumen gefunden, was manchmal auch zu Unmut führt – aber auch das wird in der Ausstellung thematisiert.

Die Ausstellung ist nicht die einzige, die das Naturmuseum in Frauenfeld zu bieten hat. Bis zum 29. November 2026 kann man auch die Sonderausstellung im Naturmuseum Olten besuchen, die sich ebenfalls dem Dachs widmet. Hier wird das Leben dieser Tiere in Laub- und Mischwäldern, Parks und heckenreichen Feldfluren beleuchtet. Dachse sind nicht nur in der Schweiz verbreitet, sondern auch in vielen Regionen Deutschlands – dort wurden sie sogar 2010 zum „Tier des Jahres“ ernannt. Ein weiterer interessanter Fakt: Ihre unterirdischen Bauten können bis zu fünf Meter tief sein und über Generationen hinweg weiter ausgebaut werden. Wer hätte gedacht, dass diese kleinen Gesellen so viel Platz für ihre Aktivitäten benötigen?

Ein Tier voller Überraschungen

Wenn man sich die Dachse einmal näher anschaut, entdeckt man, dass sie einen Körperbau haben, der breiter und gedrungener ist als der von Füchsen. Sie sind nicht nur neugierige, sondern auch sehr gesellige Tiere. Oft leben sie in Gemeinschaft mit Füchsen in denselben Bauten – eine interessante Nachbarschaft, oder? Außerdem haben sie lange Klauen an den Vorderpfoten, die ihnen beim Graben helfen. Und wenn man die Jungtiere sieht, die anfangs weiß und blind zur Welt kommen, merkt man erst, wie vielschichtig und spannend das Leben dieser Tiere ist.

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Die Ausstellung im Naturmuseum ist also eine hervorragende Gelegenheit, mehr über einen so oft unterschätzten Waldbewohner zu erfahren, der in ganz Europa bis zum Polarkreis verbreitet ist. Wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere Besucher ja zum Dachs-Fan und entdeckt eine neue Leidenschaft für die heimische Tierwelt. Die Ausstellung bietet nicht nur Einblicke in die Lebensweise des Dachses, sondern auch die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen – das ist doch ein Grund mehr, sich auf den Weg nach Frauenfeld zu machen!