In der Nacht auf Sonntag, genau genommen kurz nach Mitternacht, ging ein Notruf bei der Kantonalen Notrufzentrale ein. Ein Waldbrand am Sirnachberg im Thurgau hatte das beschauliche Stück Natur in Aufregung versetzt. Rund 50 Feuerwehrleute des Sicherheitsverbunds Hinterthurgau waren schnell zur Stelle, um den heftigen Flammen Einhalt zu gebieten. Das Feuer wütete in unwegsamem Gelände, was die Löscharbeiten nicht gerade erleichterte. Wassertransportleitungen mussten erst verlegt werden, bevor die tapferen Einsatzkräfte mit dem Löschen beginnen konnten.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Ermittlungen durch Spezialisten der Kantonspolizei Thurgau sind bereits im Gange. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen. Die betroffene Waldfläche war zwar klein, doch die Nachlöscharbeiten ziehen sich länger hin, da die Feuerwehr nach versteckten Glutnestern Ausschau hält. Man weiß ja nie, wie schnell sich so ein Feuer wieder entzünden kann!

Ein weiteres Feuer in Bayern

<pEin ähnliches Bild zeigt sich aktuell im Unterallgäu, wo am Mittwochnachmittag zwischen Schnerzhofen und Siebnach ein Waldbrand ausbrach. Alarmierte Feuerwehrleute, darunter die Freiwillige Feuerwehr Ettringen und Siebnach, mussten gegen 17.10 Uhr eingreifen, nachdem Luftbeobachter den Brand während eines Überwachungsflugs entdeckt hatten. So schnell wie die Flammen aufblitzten, konnten die Einsatzkräfte das Feuer auch rasch unter Kontrolle bringen. Die Sichtung von sichtbaren Flammen und deutlicher Rauchentwicklung, jedoch keine brennenden Bäume, sorgte für Erleichterung. Auch hier blieb die Ursache unbekannt, wobei die extreme Hitze und Sonneneinstrahlung als mögliche Faktoren ins Spiel kommen.

Die Waldbrandgefahr im Unterallgäu wird derzeit mit einem Index von vier von fünf bewertet. Das ist echt kein Spaß! Feuerwehrkommandanten betonen, dass die Situation viel schlimmer hätte sein können, hätte man den Brand nicht rechtzeitig bemerkt. Es ist also höchste Eisenbahn, dass wir alle ein waches Auge auf die Natur haben.

Ein Blick auf die Waldbrandstatistik

Seit den 1970er-Jahren werden Waldbranddaten in Deutschland von der Bundesverwaltung erfasst, um eine bundesweite Statistik zu erstellen. Diese Statistik umfasst Flächengrößen, Ursachen und auch die finanziellen Ausgaben für die Vorbeugung und Kontrolle von Waldbränden. Der Wald hat viele Funktionen – er dient nicht nur der Erholung, sondern auch dem Schutz und der Nutzung. In dicht besiedelten Gebieten gewinnt der Schutz und Erhalt des Waldes immer mehr an Bedeutung.

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Die ermittelten Daten sind nicht nur Zahlen, sie ermöglichen auch Prognosen, Risikobewertungen und wichtige Vorkehrungen zur Vermeidung von Waldbränden. Ziel ist es, die Anzahl und die Flächengröße von Waldbränden in der Zukunft zu verringern. In Zeiten, in denen die Natur immer stärker beansprucht wird, ist das wichtiger denn je. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle wie am Sirnachberg und im Unterallgäu uns alle wachrütteln und wir gemeinsam auf die Wälder achten.