Thurgauer Staatsweine erobern die Gläser: Ein Fest für die Sinne
Heute, am 23. Juni 2026, ist der Thurgau in Feierlaune! Die Finaljury hat endlich die neuen Thurgauer Staatsweine gekürt, und es gibt einige echte Highlights zu vermelden. Nach einer spannenden Auswahl aus insgesamt 32 eingereichten Weinen stehen die Sieger fest: Für den Weisswein geht die Auszeichnung an den Sauvignon Blanc des Weinguts Schmid aus Schlattingen, während der Pinot Noir der Familie Hagen aus Wilen bei Neunforn den Rotwein-Titel holt. Das ist ein Grund zum Anstoßen!
Regierungsrat Walter Schönholzer, der das Projekt „Thurgauer Staatsweine“ vor vier Jahren ins Leben gerufen hat, äußerte sich erfreut über diese Entwicklung: „Es ist schön zu sehen, dass wir nun hervorragende Weine haben, die wir präsentieren können.“ Und tatsächlich, die neue Staatswein-Initiative ist ein echter Schritt in die Zukunft, denn der Thurgau hatte bislang keinen eigenen Staatswein. Die Fachjury, bestehend aus elf Mitgliedern, darunter auch der Spitzenschwinger Domenic Schneider, hat die besten Weine aus einer Vielzahl von Proben ausgewählt.
Öffentliche Degustation und Vielfalt der Weine
Ein besonderes Highlight dieser Wahl war die erstmalige öffentliche Degustation. Hier konnte die Bevölkerung die Finalisten selbst probieren – ein echter Genuss für die Sinne! Nina Wägeli, Präsidentin des Branchenverbands Thurgau Weine, hob die Vielfalt der Thurgauer Weine hervor. „Wir haben hier nicht nur die klassischen Sorten, sondern auch viele spannende Spezialitäten“, so Wägeli. Bei den Weissweinen wurden ausschließlich pilzresistente Sorten zugelassen, was die Auswahl zusätzlich spannend machte. Der Sauvignon Blanc vom Weingut Schmid wurde als „knackiger Wein für heiße Tage“ beschrieben – klingt verlockend, oder?
Der Wettbewerb hat auch die Plätze zwei und drei ermittelt. Den zweiten Platz bei den Weissweinen sicherte sich der Pinot Blanc Barrique von Schloss Herdern, während der dritte Platz an den Savagnin Blanc von Füllemann Wein aus Berlingen ging. Bei den Rotweinen war nur die Hauptsorte Pinot Noir zugelassen – eine kluge Entscheidung! Hier kam der Pinot Noir Auslese 2024 von Haag Weine in Hüttwilen auf den dritten Platz, gefolgt von der Pinot Noir Spätlese 2023 vom Weingut Engel aus Uesslingen auf dem zweiten Platz.
Der Weinbau im Thurgau: Ein Stück Geschichte
Der Weinbau im Thurgau hat eine lange Tradition, die bis zu 200 Jahren zurückreicht. Damals erstreckte sich der Weinbau über mehr als 2000 Hektar entlang der Ufer des Bodensees und des Rheins. Heute ist nur noch ein kleiner Teil dieser Fläche übrig, doch das milde Klima der Region, begünstigt durch den Bodensee und den Rhein, sorgt dafür, dass die verbliebenen Weinberge lebendig und vielfältig bleiben. Die verschiedenen Bodenstrukturen, von sandig-lehmig mit Kalkanteilen bis hin zu tiefgründigen Moränenböden, tragen zur Aromatik der Weissweine bei.
Die Rotweine, vor allem der Pinot Noir, bieten von fruchtbetonten Alltagsweinen bis zu strukturierten Barrique-Weinen eine breite Palette. Und dann ist da ja noch die Rebsorte «Müller-Thurgau», die 1882 von Hermann Müller gekreuzt wurde. Diese Rebsorte, die oft auch als Rivaner oder Riesling-Sylvaner bekannt ist, hat sich zur wichtigsten in der Deutschschweiz entwickelt. Man kann also sagen, dass der Thurgau nicht nur Wein produziert, sondern auch Geschichte schreibt.
