Demografischer Wandel im Thurgau: Geburtenrückgang und neue Familienstrukturen
Heute ist der 23.06.2026, und wir werfen einen Blick auf die Geburten- und Sterbefälle im Kanton Thurgau. Eine interessante, vielleicht sogar ein bisschen besorgniserregende Entwicklung: Im Jahr 2025 sank die Zahl der Neugeborenen zum vierten Mal in Folge. Mit 2’642 Kindern wurden 33 weniger geboren als im Vorjahr, was einem Rückgang von 1.2 % entspricht. Die Verlangsamung dieses Rückgangs könnte ein Lichtblick sein, aber dennoch bleibt die Frage, wie das auf unsere Gesellschaft wirkt.
Wenn wir uns die Zahlen genauer anschauen, wird deutlich, dass die Geburtenzahlen höher sind als zu Beginn der 2000er-Jahre, als jährlich gerade mal über 2’000 Kinder das Licht der Welt erblickten. Interessant ist auch, dass weniger Geschwisterkinder geboren werden. Tatsächlich waren im Jahr 2025 nur 1’378 der Neugeborenen Zweit- oder spätere Geburten – 37 weniger als noch im Vorjahr. Bei den Erstgeborenen blieb die Zahl mit 1’264 Kindern weitgehend stabil, es gab gerade mal einen Anstieg von 4. Das zeigt, dass viele Familien offenbar auf kleinere Familienstrukturen setzen.
Sterbefälle und Geburtenüberschuss
Doch nicht nur die Geburtenzahlen sind rückläufig, auch die Sterbezahlen zeigen einen Anstieg. Im Thurgau verstarben 2025 insgesamt 2’372 Personen, was 126 mehr als im Vorjahr ist – ein Anstieg von 5.6 %. Diese Zunahme führt dazu, dass der Geburtenüberschuss, also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, weiter zurückgeht. Mit nur noch 270 Personen ist der Geburtenüberschuss der niedrigste seit Jahrzehnten. Spannend ist, dass in 14 der 26 Kantone der Schweiz der Geburtensaldo negativ war.
In der Bevölkerung des Thurgau zeigt sich ein weiteres Bild: 19 von 80 Gemeinden hatten einen Sterbeüberschuss. Das könnte darauf hindeuten, dass die demografischen Veränderungen auch regional sehr unterschiedlich verlaufen. Bei den Neugeborenen ist die Mehrheit, mehr als zwei Drittel, Schweizer Staatsbürger. Der Rest, also 28 %, hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Vor allem deutsche Staatsangehörige sind unter den ausländischen Neugeborenen stark vertreten – ca. 260 Kinder. Diese Diversität bringt frischen Wind in unsere Gesellschaft!
Der Blick in die Zukunft
Die Geburtenzahlen und das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Geburt, das auf 30.7 Jahre gestiegen ist, zeigen deutlich, dass sich die Familienplanung verändert. Die Zahl der nicht ehelichen Geburten liegt bei 20 % – ein Trend, der in den letzten Jahren spürbar zugenommen hat. Komischerweise gab es im Jahr 2025 auch 10 Neugeborene mit Teenager-Müttern, während die Geburten von Frauen über 45 Jahre mit nur 9 Fällen äußerst selten blieben. Dazu kommen 76 Zwillingskinder, die das bunte Bild der Geburten im Thurgau abrunden.
Beliebte Vornamen wie Leonie, Emilia und Lia für Mädchen sowie Noah, Leano und Elia für Jungen zeigen, welche Trends die Neugeborenen im Jahr 2024 prägten. Solche Namen erzählen Geschichten, Geschichten von Familien, die in einer sich ständig verändernden Welt ihren Platz suchen. Die Frage bleibt, wie sich diese Entwicklungen auf die Gesellschaft im Thurgau und darüber hinaus auswirken werden. Die Zukunft bleibt spannend, und wir sind alle Teil dieser Geschichte.
Wenn du mehr über die Geburten- und Sterbefälle im Thurgau erfahren möchtest, findest du alle Grafiken und Daten auf dieser Seite. Die umfassenden Statistiken geben einen tiefen Einblick in die demografischen Veränderungen, die uns alle betreffen.
