Heute ist der 8.05.2026, und im Kanton Thurgau gibt es viel zu berichten! Vor kurzem, genauer gesagt, bei der Vereidigung von 28 Schweizergardisten im Vatikan, war der Thurgau in aller Munde. Es waren nicht weniger als 400 Thurgauerinnen und Thurgauer, die sich auf den Weg gemacht hatten, um bei diesem feierlichen Anlass dabei zu sein. Ein Ereignis, das sicher in die Geschichtsbücher eingehen wird. Und ja, der Kanton hatte die Ehre, in diesem Jahr als Gastkanton aufzutreten – das hat man nicht alle Tage!
Die Zeremonie selbst war mehr als nur eine schlichte Vereidigung. Sie beinhaltete auch eine eindrucksvolle Kranzniederlegung zu Ehren der 147 Schweizergardisten, die im Jahr 1527 während der Plünderung von Rom ihr Leben verloren hatten. Ein bewegender Moment, der die Bedeutung dieser Traditionswache noch einmal unterstrich. Am Mittwochabend schworen die jungen Männer, dem Pontifex „treu, redlich und ehrenhaft zu dienen“. Man konnte die Anspannung und den Stolz in der Luft förmlich spüren.
Ein Blick hinter die Kulissen
Doch wie wird man eigentlich Schweizergardist? Die Voraussetzungen sind recht klar: mindestens 1,74 Meter groß, maximal 30 Jahre alt, katholisch, männlich, ledig und – ganz wichtig – der Abschluss der Rekrutenschule muss vorliegen. Ein strenger Auswahlprozess, der nicht nur körperliche Fitness, sondern auch eine gehörige Portion Disziplin abverlangt. Die Dienstzeit? Die beträgt mindestens 26 Monate. Während dieser Zeit sind die Gardisten Bürger des Vatikans. Das bringt natürlich auch eine ganz eigene Verantwortung mit sich.
Am Mittwoch bereitete sich die Gruppe auf die Vereidigung vor. Es war ein ganz besonderer Tag, an dem die Thurgauer Regierung auch die Möglichkeit hatte, während der wöchentlichen Generalaudienz dem Papst höchstpersönlich zu begegnen. Man kann sich nur vorstellen, wie aufregend das gewesen sein muss! Am nächsten Morgen stand dann eine exklusive Besichtigung der Sixtinischen Kapelle und des päpstlichen Palastes auf dem Programm. Ein wahrhaft königliches Erlebnis, das die Delegation sicher nicht so schnell vergessen wird.
Eine Tradition, die bleibt
Die Schweizergarde wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet und hat sich seitdem als eine unverzichtbare Institution des Vatikans etabliert. Sie schützt nicht nur den Pontifex, sondern bewacht auch die Eingänge zum Vatikan. Ein Job, der viel mehr ist als nur ein hübsches Kostüm zu tragen. Die Gardisten stehen für eine jahrhundertealte Tradition und ein Stück Geschichte, das lebendig gehalten wird. Und das alles beginnt mit der Vereidigung, die für viele dieser jungen Männer der erste Schritt in eine neue Welt darstellt.
So bleibt die Verbindung zwischen dem Thurgau und dem Vatikan stark. Ein schöner Gedanke, dass auch in einer so modernen Zeit die Traditionen gewahrt werden und die Schweizergarde weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Thurgauer Gardist bald seinen Dienst in den ehrwürdigen Hallen des Vatikans antreten. Eines ist sicher: Die Geschichte geht weiter!