Mythen am Bodensee: Eine Reise ins Herz der Geschichten
Am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, öffnet sich in Arbon ein spannendes Kapitel der Mythologie des Bodensees. Die öffentliche Führung «Vom Nebelmännle und anderen Mythen aus der Geschichte des Bodensees» verspricht einen tiefen Einblick in die faszinierenden Erzählungen, die diese Region prägen – und das ganz umsonst! Von 18.30 bis 19.30 Uhr lädt das Werk2 an der Webstrasse 2 dazu ein, die Geheimnisse und Geschichten des Bodenseeraums zu entdecken. Doch aufgepasst: Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich!
Das Event ist Teil der Sonderausstellung «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» und wird von Dominik Gügel, dem Direktor des Napoleonmuseums Arenenberg, geleitet. Er wird die Verbindung zwischen den regionalen Erzählungen und der Geschichte des Bodensees beleuchten. Dabei geht es nicht nur um die bekannten Mythen, sondern auch um deren historische Bezüge, die in den Erzählungen verborgen sind. Wer hätte gedacht, dass das Nebelmännle, ein Überbleibsel aus mittelalterlichen Vorstellungen, uns bis heute begleitet und sogar mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel verknüpft ist?
Mythen und ihre Bedeutungen
Ein weiterer spannender Punkt wird die Rolle von Bäumen in der Mythologie sein. Beispielsweise wird der Einbaum aus Lindenholz und die Namensgeschichte von Arbon (lat. Arbor Felix) thematisiert. Hier wird’s gleich richtig spannend! Der Baum der Erkenntnis, der an die tiefen Wurzeln der Mythologie erinnert, wird ebenso behandelt wie der Heilige Nikolaus, der bis ins 19. Jahrhundert als Schutzheiliger gegen die Gefahren des Bodensees verehrt wurde.
Apropos Mythen – die Stadt Konstanz, die größte Stadt am Bodensee, ist bekannt für ihre eigenen Legenden, die oft zu schön sind, um wahr zu sein. Eine der bekanntesten ist die Behauptung, dass Konstanz im Zweiten Weltkrieg nicht bombardiert wurde, weil die Stadt die Lichter brennen ließ. Ein bisschen Geschichtsklitterei, oder? Auch die Imperia-Statue im Hafen, die mit einer Prostituierten aus der Zeit des Konstanzer Konzils in Verbindung gebracht wird, birgt mehr Fragen als Antworten. Und wer hat nicht schon von den geheimnisvollen Überresten eines alten Friedhofs unter dem Stephansplatz gehört?
Ein Erlebnis für alle Sinne
Die Sonderausstellung selbst ist vom 12. Juni bis zum 22. November 2026 geöffnet, mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Ein Besuch kann sich also jederzeit lohnen, besonders wenn man sich für die tiefenpsychologischen und historischen Wurzeln der Mythen interessiert. Ein bisschen wie eine Zeitreise durch die Geschichten, die unsere Region geformt haben – und das ist nicht nur für Geschichtsinteressierte ein Hochgenuss!
Ob man nun das Nebelmännle oder die Legenden von Konstanz entdeckt, die Faszination dieser Erzählungen zieht uns alle in ihren Bann. Wer weiß, vielleicht entdeckt man beim nächsten Spaziergang am Bodensee die ein oder andere Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden!
