Die Sommerhitze hat uns fest im Griff, und während sich die einen am kühlen Wasser erfrischen, müssen die Feuerwehren im Thurgau ordentlich ran. Die anhaltende Trockenheit hat die Brandgefahr auf ein alarmierendes Niveau gehoben, und die Einsatzkräfte sind in den letzten Tagen mehrmals ausgerückt. Brände in Winden und Pfyn haben nicht nur Weizenfelder in Flammen aufgehen lassen, sondern auch Ballenpressen in Märstetten, Siegershausen und Pfyn. Es war ein regelrechtes Aufbäumen der Flammen, das den Landwirten das Herz in die Hose rutschen ließ. Die Sorgenfalten auf den Gesichtern der Feuerwehrleute sind kaum zu übersehen, denn kein Einsatz blieb ohne seine eigenen Herausforderungen.

In Gachnang brannten Heuballen lichterloh, und der Sachschaden summiert sich auf mehrere Hunderttausend Franken. Das ist kein Pappenstiel! An einem einzigen Tag mussten die Feuerwehrleute dreimal wegen brennender Ballenpressen ausrücken. Die technischen Defekte, mechanischen Ursachen, Hitze, Reibung und Funkenbildung – all diese möglichen Brandursachen machen den Landwirten das Leben schwer. Zum Glück gab es bisher keine Verletzten. Die Kantonspolizei Thurgau hat eindringlich empfohlen, die landwirtschaftlichen Maschinen regelmäßig zu warten und zu reinigen. Und hey, ein funktionstüchtiger Feuerlöscher kann entscheidend sein, um Entstehungsbrände einzudämmen!

Feuerverbot im Kanton Thurgau

Die Lage ist so ernst, dass der Kanton Thurgau ein Feuerverbot in Wäldern und in deren Nähe verhängt hat. Seit Mittwochmittag ist es nun offiziell: Kein Feuer im Wald oder im Umkreis von 50 Metern um Wälder, und weggeworfene brennende Streichhölzer oder Zigaretten sind ein absolutes No-Go! Es ist nicht verwunderlich, dass die Waldbrandgefahr auf Stufe 4, also „große Gefahr“, angehoben wurde. Die wenigen Regentropfen, die uns in letzter Zeit beglückt haben, konnten die Trockenheit nicht wirklich mindern. Der Oberboden in Wäldern, Wiesen und Äckern ist knochentrocken – und das merkt man nicht nur, wenn man die Füße in den Boden steckt, sondern auch an den stressgeplagten Bäumen, deren Blätter sich bereits verfärben.

Wetterprognosen deuten auf anhaltende Hitze und Trockenheit hin, was die Situation nicht gerade erleichtert. Verstöße gegen das Feuerverbot können zudem mit Bussen bestraft werden, also besser aufpassen! Die Bevölkerung im Thurgau ist sich der Gefahrenlage bewusst und hält sich größtenteils an die Verhaltensregeln. Schließlich möchte niemand, dass das eigene Grillfest im Fiasko endet.

Ein Blick über den Tellerrand

Ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Kantonen zu beobachten. Im Wallis beispielsweise wurde bereits ein Feuerverbot erlassen, und in den Kantonen Tessin, Graubünden und Wallis schätzt das Bundesamt für Umwelt die Waldbrandgefahr als „erheblich“ bis „sehr groß“ ein. Das ist keine Kleinigkeit! Jean-Christophe Clivaz von der Dienststelle für Wald, Natur und Landschaft erklärt, dass die Gefahrenlage jeden Montag neu beurteilt wird – ein ständiger Wettlauf gegen die Flammen. Das Bewusstsein für die Gefahrenlage ist in der Bevölkerung durchaus vorhanden, und viele halten sich an die Vorgaben. Das ist beruhigend, denn im gesamten Land herrscht ein gewisses Maß an Anspannung.

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Es bleibt zu hoffen, dass wir bald wieder zu einem Normalzustand zurückkehren können, bevor die Sommerhitze uns alle noch mehr zusetzt. Bis dahin heißt es: Wachsam bleiben und nicht leichtfertig mit Feuer umgehen!