Heute ist der 22.04.2026 und das Historische Museum Thurgau hat Grund zur Freude! Ab Dezember 2023 ziert eines der ältesten erhaltenen Kapitelzeichen, ein goldenes Brustkreuz, die Kulturhistorische Sammlung des Museums. Dieses exquisite Stück in spätbarocker Gestaltung ist eines von vermutlich nur zwei überlieferten Exemplaren und erzählt eine faszinierende Geschichte.

Die Vorderseite des Kreuzes zeigt die heilige Maria, die im ovalen Medaillon eine Schlange zertretend darstellt – ein starkes Symbol für den Sieg über das Böse. Auf der Rückseite hingegen findet sich der heilige Luzius, der als zweiter Schutzpatron des Churer Bistums gilt. Dieses Kapitelkreuz wurde um 1739 vom Goldschmied Christian Sax, der aus Egelshofen bei Kreuzlingen stammte, angefertigt und war Teil der Chortracht, die von Domherren auf Brusthöhe getragen wurde. Domherren, Mitglieder eines Domkapitels, haben seit dem 9. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Bischofskirchen gespielt.

Einblicke in die Geschichte

Das Domkapitel des Bistums Chur, dessen Existenz bis ins Jahr 940 zurückreicht, hat sich zu einer einflussreichen Institution entwickelt, die im Hochmittelalter auch ein Bischofswahlrecht innehatte. Die Bedeutung des Domkapitels und der dazugehörigen Insignien, wie dem Brustkreuz, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Christian Sax war nicht nur für das Kapitel tätig; auch zahlreiche kirchliche Arbeiten für das Kloster Kreuzlingen fallen in seinen Zuständigkeitsbereich.

Für alle Interessierten findet am Donnerstag, dem 30. April 2026, ein spannender Mittagsvortrag des Historikers Michael Autengruber im Schloss Frauenfeld statt. Der Vortrag wird von 12.30 bis 13 Uhr stattfinden und ist kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich. Hier bietet sich die Gelegenheit, tiefer in die Materie einzutauchen und mehr über die Hintergründe des Kreuzes sowie über Christian Sax zu erfahren.

Ein kulturelles Highlight

Das historische Brustkreuz ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Geschichte. Solche Exponate tragen dazu bei, unser kulturelles Erbe lebendig zu halten und ein Bewusstsein für die Vergangenheit zu schaffen. Ein Besuch im Historischen Museum Thurgau lohnt sich also auf jeden Fall, nicht nur um das Brustkreuz zu bewundern, sondern auch um die vielfältigen Geschichten, die es zu erzählen hat, zu entdecken.

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Seien Sie dabei, wenn die Faszination für die Geschichte in die Gegenwart geholt wird. Das Historische Museum Thurgau und der Vortrag im Schloss Frauenfeld versprechen, ein spannendes Erlebnis zu sein, das sowohl Geschichtsinteressierte als auch Kulturfreunde begeistert.