Am Donnerstagmorgen, als die Sonne gerade über dem Rhein bei Bonn aufging, ereignete sich ein unerwartetes Abenteuer für die Passagiere der «MS Thurgau Gold». Das Hotelschiff von Thurgau Travel hatte sich auf einer Sandbank festgefahren – und das mitten in der Fahrrinne. Ein schicksalhaftes Manöver, das die 95 Passagiere (59 Schweizer und 36 Deutsche) sowie die 45 Crew-Mitglieder in eine etwas prekäre Lage brachte.

Das Schiff war ab 7 Uhr morgens auf Höhe der Bonner Oper quer im Fluss positioniert. Eine ziemlich unglückliche Situation, die auch andere Schiffe störte. Sie mussten sich mühsam durch die verbleibenden Wasserwege schlängeln, wobei sie in langsamer Fahrt in beide Richtungen passieren konnten. Erste Versuche, die «MS Thurgau Gold» mit Hilfe anderer Schiffe freizubekommen, blieben zunächst erfolglos. Die Passagiere konnten aufgrund der fehlenden Landverbindung nicht von Bord, was die Lage zusätzlich komplizierte. Aber es gab, so viel sei gesagt, keine Verletzten – was bei solch einem Vorfall schon mal ein kleiner Lichtblick ist.

Ein Kampf gegen die Sandbank

Der Kapitän versuchte zunächst, das Schiff aus eigener Kraft zu befreien. Aber, naja, das klappte nicht so recht. Nach einigen Stunden der Wartezeit und einem Hauch von Anspannung wurde am Nachmittag ein neuer Versuch unternommen – mit Unterstützung des Frachtschiffes Sardius. Dabei wurde eine Verbindung mit Schiffsleinen zwischen den Binnenschiffen hergestellt. Ein echter Teamgeist auf dem Wasser, der schlussendlich fruchtete: Um 20:30 Uhr konnte das Schiff endlich wieder flott gemacht werden und die Fahrt in Richtung Köln fortsetzen.

Doch was genau war passiert? Die Grundberührung des Flusskreuzfahrtschiffes könnte mit der derzeitigen Niedrigwassersituation auf dem Rhein zusammenhängen. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Schiffe, sondern auch für die Schifffahrt insgesamt. Die genaue Ursache des Vorfalls wird noch ermittelt. Das 135 Meter lange und 11,40 Meter breite Schiff gehört zu Thurgau Travel, und ist bekannt für seine komfortablen Reisen auf dem Wasser.

Ein Blick auf die Reise

Die «MS Thurgau Gold» hatte ihre Reise am 11. Juli in Braubach begonnen, mit einer Route, die nach Köln, Amsterdam, Emmerich, Düsseldorf, Bonn und Remagen führte, bevor die geplante Ausschiffung in Andernach anstand. Es ist unklar, ob die Thurgau Gold ihre Reise ohne weitere Verzögerungen fortsetzen kann oder ob Reparaturen notwendig sind. Die Passagiere dürften nach einem Tag voller Aufregung und Unerwartetem eine Geschichte zu erzählen haben, die sie so schnell nicht vergessen werden.

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Diese Episode zeigt einmal mehr, wie unberechenbar das Reisen auf dem Wasser sein kann – und wie wichtig es ist, in solchen Momenten die Ruhe zu bewahren. Auch wenn es manchmal wie ein Drama wirkt, dürfen wir nicht vergessen: Am Ende sind es diese Erlebnisse, die das Reisen so spannend machen. Man weiß nie, was einen erwartet – und das ist der Reiz, oder?