Heute ist der 12.07.2026 und in Mümliswil-Ramiswil, im Kanton Solothurn, wird gerade das Sommerlager der Pfadi Buochs voll ausgelebt. Von den ersten Telegrammen, die uns erreichen, spürt man die Vorfreude und die Aufregung der Teilnehmer, die sich am 5. Juli im Pfadilokal versammelt haben. Ein Lagergottesdienst mit den Wölfli, gefolgt von einer aufregenden Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr nach Reigoldswil – da fängt der Spaß schon an! Nach einem gemeinsamen Mittagessen zur Stärkung für die Wanderung zum Lagerplatz wurden die Zelte aufgestellt und die Regeln des Lagers besprochen. Es ist, als ob das Abenteuer gerade erst beginnt.

Am Montag, dem 6. Juli, geht es richtig zur Sache. Die Teilnehmer packen beim Lageraufbau an – Bänke, Munkelwand und eine Abfalltrennstation entstehen unter den geschickten Händen der jungen Pfadis. Und dann – ein Nachtüberfall der Römer! Die Gallier wurden kurzerhand zu Untertanen, die Flaggen gewechselt und ein Schmuggelspiel inszeniert, bei dem Schriftrollen an Wachen vorbeigebracht werden mussten. Ein ganz großes Dankeschön geht an den römischen Imperator Kavarius Gustus, der diese chaotisch-lustige Situation erst ermöglicht hat.

Ein Lager voller Erlebnisse

Der Dienstag bringt neue kreative Herausforderungen. Tuniken werden gebastelt und bemalt – die perfekte Kleidung für die Römer! Nach einem spannenden Fightgame, bei dem Teams Aquädukte bauen, geht es weiter mit dem gemeinsamen Anschauen des WM-Spiels Schweiz gegen Kolumbien. Fußball und Pfadi – eine unschlagbare Kombination!

Der Mittwoch startet mit Morgensport und Gladiatorenkämpfen, die sogar Cäsar beeindrucken würden. Volleyballbasics werden geübt, und nach dem Mittagessen wird ein ganzes Turnier ausgetragen. Am Abend versammeln sich alle zu einer gemütlichen Gruppenstunde – eine entspannte Auszeit nach all dem Trubel.

Am Donnerstag, dem 9. Juli, stehen die Steps-Prüfungen auf dem Programm. Themen wie Lagerleben, Blachen, Seil und Karten werden geübt. Und dann die Gruppenhajk – das Ziel ist es, mit nur 5 Franken pro Kind nach Solothurn zu gelangen. Ein Abenteuer, das die Kids nicht so schnell vergessen werden!

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Ein Tag voller Spaß und Spiele

Der Freitag ist dann der krönende Abschluss der Woche. Nach der Gruppenhajk geht es ab in die Badi in Solothurn. Herrlich! Am Abend erzählt man sich bei einem Römerwach Geschichten und diskutiert in kleinen Gruppen. Der Samstagmorgen wird dann wieder genutzt, um für die Steps-Prüfungen zu üben. Und die Olympischen Spiele, nach dem Mittagessen – da geht’s drunter und drüber! Ein bisschen wie beim IKEA – Zelte ein- und ausräumen zur Wiederherstellung der Ordnung. Und wie könnte es anders sein, am Abend versammeln sich alle zum Singsang in der Arena.

Die Pfadi-Bewegung hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Die Mitgliederzahlen sind auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Ein Zeichen, dass die Faszination für diese Art von Gemeinschaft und Erlebnissen nicht nachlässt. Ein Beispiel dafür ist Melanie Widder, auch bekannt als Mitis, die als Rover das Bundeslager organisiert. Sie beschreibt die Pfadi in fünf Worten: Erlebnis, Freundschaft, Lebenserfahrung, Spaß und, ganz wichtig, dreckige Schuhe! In der Pfadi hat jeder einen Pfadi-Namen, der eine andere Identität als im Alltag ermöglicht – das schafft Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Die Pfadfinder sind Teil einer internationalen Bewegung, die Kinder und Jugendliche ermutigt, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Die Geschichte der Pfadfinder reicht weit zurück bis ins Jahr 1907, als Robert Baden-Powell das erste Pfadfinderlager auf Brownsea Island veranstaltete. Seitdem hat sich die Bewegung in über 216 Ländern ausgebreitet, mit mehr als 60 Millionen Mitgliedern. Die Pfadfindermethode fördert nicht nur das Lernen durch Tun, sondern auch die Bildung in kleinen Gruppen, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt und die Kinder auf das Leben vorbereitet.

Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Energie und Freude die Kinder in diese Tage stecken. Ob beim Zeltaufbau, beim Sport oder beim gemeinsamen Singen – der Zusammenhalt, die Freundschaft und die Erlebnisse prägen sie für ihr Leben. So wird das Sommerlager der Pfadi Buochs zu einem unvergesslichen Abenteuer, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.