Heute, am 11. Juni 2026, hat ein schwerer Unfall in der Gemeinde Hauenstein, Kanton Solothurn, die Gemüter erregt. Ein geschütztes Mannschaftstransportfahrzeug (GMTF) der Schweizer Armee war am Donnerstagmorgen kurz vor 11 Uhr von der Straße abgekommen und kippte aus bislang ungeklärten Gründen um. Die Kantonspolizei erhielt die Alarmmeldung um 10:47 Uhr und setzte sofort Rettungskräfte in Bewegung. Zwei Rettungshelikopter der Rega, einer aus Basel und einer aus Bern-Belp, wurden zur Unterstützung alarmiert.
Insgesamt wurden neun Armeeangehörige verletzt. Sieben von ihnen erlitten mittelschwere Verletzungen, während zwei weitere leicht verletzt wurden. Alle Verletzten waren Insassen des Fahrzeugs und wurden umgehend in verschiedene Spitäler zur medizinischen Behandlung gebracht. Das Militär hat angekündigt, dass die psychologische Betreuung für die Betroffenen und deren Angehörige organisiert wird. Das ist in solchen Situationen besonders wichtig, denn die seelischen Wunden sind oft noch tiefer als die physischen.
Ein Unfall während der Übung «Conex 26»
Der Unfall ereignete sich während der militärischen Übung «Conex 26», an der rund 3.500 Armeeangehörige teilnehmen. Das Infanteriebataillon 20, das gerade im Wiederholungskurs ist, spielt dabei eine zentrale Rolle. Ziel dieser Übung ist es, die Verteidigungsfähigkeit der Armee zu überprüfen und die Zusammenarbeit mit zivilen Behörden zu stärken. Diese Übung läuft seit Anfang Juni und soll insgesamt vier Wochen dauern. So eine massive Mobilisierung erfordert viel Koordination und Disziplin – und dann das!
Das Fahrzeug, das verunfallte GMTF, ist ein gepanzerter Truppentransporter, der speziell für den Einsatz in schwierigen Bedingungen konzipiert wurde. Dennoch zeigt dieser Vorfall, dass auch die beste Technik nicht vor unvorhergesehenen Ereignissen schützt. Die Militärjustiz hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Bislang gibt es keine Informationen darüber, dass andere Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt waren.
Die Gedanken sind jetzt bei den Verletzten – hoffen wir, dass sie schnell und vollständig genesen. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie fragil die Sicherheit ist, selbst bei den gut ausgebildeten Mitgliedern unserer Streitkräfte. Es bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse aus dieser Untersuchung gewonnen werden und wie man solche Vorfälle in Zukunft verhindern kann.