Die Entwicklungen rund um das Kantonsspital Obwalden sind in den letzten Monaten wirklich spannend gewesen. Im November 2022 hat die Bevölkerung von Obwalden mit einem beeindruckenden Ja von 90 Prozent dem Beitritt des Kantonsspitals zur Luks-Gruppe zugestimmt. Das Ganze führte zur Gründung der Spital Obwalden AG, die als Betriebsgesellschaft fungiert, und der Spital Obwalden Immobilien AG, die das Immobilienmanagement übernimmt. Und das Beste? Die Aktien der Immobiliengesellschaft bleiben zu 100 Prozent im Besitz des Kantons. Ein echter Zugewinn für die Region!

Jetzt wird es richtig interessant: Die Luks-Gruppe, die sich um die medizinische Versorgung in Luzern und Umgebung kümmert, wird im Jahr 2028 oder 2029 die Mehrheit von 60 Prozent der Aktien der Betriebsgesellschaft übernehmen. Salome Krummenacher, die als Rechtsanwältin und geschäftsleitende Partnerin der Kanzlei Tschümperlin Lötscher Schwarz AG in Luzern bekannt ist, wurde zur Verwaltungsratspräsidentin der Spital Obwalden AG gewählt. Ihre Erfahrung im Spitalbereich, unter anderem beim Luks und Zuger Kantonsspital AG, wird sicher von großem Vorteil sein.

Ein starkes Gremium für eine gesicherte Zukunft

Der Verwaltungsrat, der momentan bis zum Aktienverkauf durch die Luks-Gruppe agiert, setzt sich aus mehreren erfahrenen Mitgliedern zusammen. Neben Salome Krummenacher gehören Bruno Krummenacher, Franz Eberli, Martin Nufer und Hanspeter Kiser zur Runde. Nach dem Kauf wird der Verwaltungsrat dann identisch mit dem der Luks-Gruppe sein. Das bedeutet, dass die Weichen für eine enge Zusammenarbeit bereits jetzt gestellt werden.

Und es gibt noch mehr Neuigkeiten! Xander Seiler, der als Unternehmensberater tätig ist, wird Präsident der Spital Obwalden Immobilien AG. Das Gremium der Immobiliengesellschaft wird durch Peter Werder (CEO Spital Obwalden), Florentin Eiholzer (Luks-Gruppe) und Tobias Grüter (Projektleiter im kantonalen Hochbauamt) ergänzt. Die Zusammenarbeit verspricht, Synergien zu schaffen und die Qualität der Gesundheitsversorgung im Kanton zu verbessern.

Fusionspläne und Herausforderungen

Die Zukunft des Kantonsspitals wird auch durch die geplante Fusion mit den Spitälern in Luzern und Nidwalden beeinflusst. Der Regierungsrat hat die Dringlichkeit dieser Maßnahme erkannt, um den Standort Sarnen zu sichern. Das Einzugsgebiet des Kantonsspitals Obwalden umfasst rund 35.000 potenzielle Patienten, doch um rentabel zu sein, wären mindestens doppelt so viele notwendig. Ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt, dass das Kantonsspital Sarnen im letzten Jahr ein Minus von rund 1,9 Millionen Franken ausweisen musste. Das spricht Bände über die Herausforderungen, die vor der neuen Führung liegen.

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Um die Finanzen langfristig zu stabilisieren, plant die Regierung, das Spital in eine AG umzuwandeln. Dabei bleibt der Kanton Obwalden zunächst vollständig im Besitz der Aktien, während die Luks-Gruppe schrittweise die Mehrheit übernehmen wird. Die Obwaldner Regierungsrätin Cornelia Kaufmann hebt die Vorteile hervor, die eine engere Zusammenarbeit mit einer höheren Fallzahl bei komplizierteren Operationen mit sich bringen kann. Das klingt nach einer Strategie, die sowohl die Qualität als auch die Wirtschaftlichkeit steigern könnte.

Die Bevölkerung wird am 30. November 2025 über die Zukunft des Kantonsspitals abstimmen müssen. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben, nicht nur für die medizinische Versorgung vor Ort, sondern auch für die gesamte Gesundheitslandschaft in der Region. Spannende Zeiten für Obwalden!