Heute ist der 22.05.2026, und die Veränderungen im Gesundheitswesen von Obwalden sind in vollem Gange. Die Umwandlung des Kantonsspitals in Sarnen in eine Aktiengesellschaft, die Spital Obwalden AG, ist ein bedeutender Schritt, der am 1. Januar 2026 vollzogen wurde. Mit einer überwältigenden Zustimmung von 90,1 Prozent hat die Stimmbevölkerung von Obwalden für diesen Schritt votiert. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,2 Prozent, was zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Zukunft ihrer Gesundheitsversorgung mitwirken wollten.
Die Entscheidung ist nicht nur eine Frage der Rechtsform, sondern auch eine Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen das Spital gegenübersteht. Das Kantonsspital wies im letzten Jahr ein Minus von rund 1,9 Millionen Franken aus. Bei rund 35.000 potenziellen Patienten im Einzugsgebiet stellte sich schnell die Frage, ob dies ausreicht, um einen rentablen Betrieb zu gewährleisten. Die Lösung liegt nun in der Partnerschaft mit der Luzerner Kantonsspital AG (Luks), die voraussichtlich 2028 oder 2029 eine Mehrheit von 60 Prozent der Aktien übernehmen wird.
Neue Gesichter im Verwaltungsrat
Der Obwaldner Regierungsrat hat bereits die Verwaltungsratsmitglieder der neuen Gesellschaften festgelegt. Salome Krummenacher, die zur Präsidentin der Spital Obwalden AG gewählt wurde, wird die Geschicke des Unternehmens leiten. An ihrer Seite stehen Bruno Krummenacher, Franz Eberli sowie zwei Vertreter der Luks-Gruppe: Martin Nufer und Hanspeter Kiser. Die Spital Obwalden Immobilien AG wird unter dem Vorsitz von Xander Seiler entstehen, der als wichtiger Akteur in diesem Prozess gilt. Die Mitglieder dieser Gesellschaft setzen sich aus Peter Werder (Spital-CEO), Florentin Eiholzer und Tobias Grüter (kantonales Hochbauamt) zusammen.
Ein interessanter Aspekt dieser Umwandlung ist, dass die Aktien vorerst vollständig im Besitz des Kantons bleiben, während die Spitalimmobilien ebenfalls in eine öffentlich-rechtliche Aktiengesellschaft überführt werden. Dies sichert den Einfluss des Kantons auf die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsversorgung in der Region.
Einzigartiger Spitalverbund
Der Zusammenschluss mit der Luks-Gruppe ermöglicht einen Spitalverbund über drei Kantone hinweg – eine schweizweit einzigartige Lösung, die die Gesundheitsversorgung in dieser Region langfristig stärken soll. Das neue Spitalgesetz garantiert eine ambulante und stationäre Grundversorgung in Sarnen, einschließlich einer Notfallstation. Das gibt den Menschen vor Ort ein Stück Sicherheit, denn die Qualität der Gesundheitsversorgung soll auch in Zukunft gesichert sein.
Die Umwandlung des Spitals und die damit verbundenen Veränderungen sind also nicht nur ein bürokratischer Akt, sondern auch ein Schritt in die Zukunft. Die Gesundheitsversorgung wird auf eine breitere Basis gestellt, um den steigenden Anforderungen im medizinischen Bereich gerecht zu werden. Spitalstandorte wie Sarnen werden somit für die Herausforderungen der kommenden Jahre gewappnet, und das ist für alle Beteiligten ein Grund zur Hoffnung.