In Obwalden tut sich einiges – der Kantonsrat hat die Amtsdauerplanung für die Jahre 2026 bis 2030 auf den Tisch gelegt. Am Donnerstag wurde die Planung vorgestellt, die im Rahmen der Langfriststrategie 2032+ und der jährlichen integrierten Aufgaben- und Finanzplanung (IAFP) steht. Die vorherige Planung von 2022 bis 2026 wurde überprüft, und viele der strategischen Ziele konnten erfolgreich umgesetzt werden, auch wenn einige komplexe Herausforderungen noch nicht vollständig gemeistert sind. Aber hey, wer hat schon immer den perfekten Plan?

Die neuen Schwerpunkte der Amtsdauerplanung sind klar umrissen. Polizeiliche Prävention, die Verbesserung der finanziellen Situation des Kantons, die Entwicklung einer übergeordneten Gesundheitsstrategie und die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung stehen ganz oben auf der Liste. Und als ambitioniertes Ziel wird angestrebt, bis 2035 ein Netto-Null-Kanton zu werden. Das klingt doch nach einer echten Herausforderung für alle Beteiligten – seien es Bürger, Unternehmen oder die Regierung selbst.

Widerstand der SVP

Doch nicht alle sind mit dem Kurs der Regierung einverstanden. Die SVP hat die Planung als veraltet kritisiert, weil sie aus ihrer Sicht auf dem Zeitgeist von 2020 basiert und die aktuellen Gegebenheiten nicht berücksichtigt. Ihre Rückweisungsanträge wurden mit einer klaren Mehrheit abgelehnt. Sie forderte unter anderem eine Erhöhung der Polizeipräsenz im öffentlichen Raum und weniger Fokus auf Chancengleichheit. Auch das Mobilitätskonzept für die kantonale Verwaltung wurde von der SVP in Frage gestellt. Aber das Parlament hat entschieden – und die Amtsdauerplanung wurde mit 39 Ja-Stimmen gegen 11 Nein-Stimmen gutgeheißen.

Interessant ist, dass die SVP nicht allein dasteht – auch andere Fraktionen haben Anmerkungen zur Raumentwicklung eingebracht. Diese wurden angenommen, um sicherzustellen, dass im kantonalen Richtplan auch bezahlbarer Wohnraum berücksichtigt wird. Baudirektor Josef Hess hat bestätigt, dass dieses Thema ab 2026 angegangen wird. Es bleibt also spannend, wie die Bürger in Obwalden auf die Veränderungen reagieren werden und ob die geplanten Maßnahmen fruchten.

Langfriststrategie 2032+

Die Langfriststrategie 2032+ gibt den Ton an und hat sich als ehrgeizig und offen erwiesen. Menschen stehen im Mittelpunkt dieser Strategie, die darauf abzielt, Herausforderungen mit Mut und Selbstvertrauen zu bewältigen. Der Fokus liegt auf dem Wohlbefinden aller Bürger – von jung bis alt, von Arbeitgebern bis zu Arbeitnehmern. „Wir sind Obwalden – stets im Mittelpunkt“ lautet die Vision, die unmissverständlich vermittelt, dass hier alle mitgenommen werden sollen.

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Die Strategie umfasst vier zentrale Handlungsfelder: Sicherheit und Stabilität, Entwicklung und Bildung, Vernetzung sowie die Gestaltung des Wandels. Dabei wird auf die Schaffung sicherer Lebensbedingungen, zeitgemäße Gesundheitsversorgung und die Integration aller Bevölkerungsgruppen geachtet. Auch die wirtschaftliche Entwicklung und eine umweltfreundliche Mobilität sind wichtige Bausteine. Die Strategie wurde bereits unter Einbezug der kantonalen Verwaltung und der Gemeinden entwickelt und soll nun in die Tat umgesetzt werden.

Die Vorarbeiten sind also gemacht, und die Umsetzung steht bevor. Die Bürger werden eingeladen, durch Volksentscheide aktiv mitzugestalten. Es wird ein lebendiges Obwaldner Selbstverständnis gefördert, das auf einer soliden Grundlage steht. Obwalden hat viel vor, und die kommenden Jahre könnten entscheidend für die Entwicklung des Kantons sein – sowohl in Bezug auf die Lebensqualität als auch auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.