Am 6. Mai 2026 war es wieder so weit: Der Unterwaldner Kantonalverband des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK Unterwalden) lud zur Mitgliederversammlung ins Jugendstil-Hotel Paxmontana in Flüeli-Ranft. Bei frühlingshaftem Wetter trafen sich Freiwillige, Mitarbeitende und Mitglieder, um auf ein intensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurückzublicken. Es war eine wunderbare Gelegenheit für Begegnung und Austausch – und nicht nur das! Die neugierigen Anwesenden konnten auch zwei Mobile des Vereins Ranft-Mobil besichtigen.
Die Präsidentin des SRK Unterwalden, Kathrin Prätz, eröffnete die Versammlung mit herzlichen Worten und begrüßte nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern auch Gäste aus Partnerorganisationen und der Politik. Ein besonderes Highlight war das Gastreferat von Rolf Müller, dem Präsidenten des Vereins Ranft-Mobil. Er berichtete mit Leidenschaft über die Arbeit des Vereins und die Bedeutung der Freiwilligenarbeit, die im Kanton Obwalden eine wichtige Säule darstellt.
Engagement und Erfolg
Ein Blick in die Zahlen zeigt, wie viel Herzblut in der Freiwilligenarbeit steckt: Über 17’500 geleistete Freiwilligenstunden und die Unterstützung von rund 3’000 Menschen wurden gewürdigt. Barbara Wyssbrod, Vizepräsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes, hob das Engagement des SRK Unterwalden hervor. Karen Dörr, Direktionssekretärin der Gesundheits- und Sozialdirektion Nidwalden, dankte den Anwesenden für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten der Bevölkerung. Und das Ergebnis des Geschäftsjahres kann sich sehen lassen: Ein positives Resultat von über 68’000 Franken – ein Zeichen dafür, dass die Arbeit nicht nur wertvoll, sondern auch nachhaltig ist!
Auch die Ehrungen kamen nicht zu kurz: 25 Freiwillige wurden verabschiedet und ausgezeichnet für ihre langjährige Treue. Gleichzeitig traten 36 neue Freiwillige dem SRK Unterwalden bei – eine frische Brise, die neue Perspektiven und Ideen mit sich bringt. Die Verbundenheit der Mitglieder wurde besonders durch mehrere Dienstjubiläen unterstrichen, die auf die langjährige Treue und Hingabe vieler Freiwilliger und Mitarbeitender hinwiesen.
Einblicke in die Freiwilligenarbeit
Die Freiwilligenarbeit beim Schweizerischen Roten Kreuz ist nicht nur ein Job, sondern oft auch eine Bereicherung für die Seele. Im Kanton Luzern haben 271 Freiwillige im letzten Jahr rund 42.000 Stunden geleistet. Seppi, ein Freiwilliger beim Rotkreuz-Besuchsdienst, besuchte wöchentlich eine Frau in Kriens und brachte seinen Hund Joggy mit – ein emotionaler Unterstützer, der die Herzen der Menschen höher schlagen lässt. Solche Geschichten machen die Arbeit lebendig und zeigen, wie wichtig menschliche Beziehungen sind. Lisbeth, die seit der Einführung der Familienunterstützung aktiv ist, bietet Müttern in Notlagen bis zu acht Stunden Entlastung pro Monat. Ihre Worte über die Wertschätzung und Menschlichkeit, die sie beim SRK erfährt, spiegeln das wider, was viele Freiwillige empfinden.
Das SRK bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten: Besuchsdienst, Fahrdienst, Familienunterstützung und sogar das Jugendrotkreuz, wo die Jüngeren eintauchen können. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Helfen Glücksareale im Gehirn aktiviert und Stress abbaut. Paul, ein neuer Fahrer beim Rotkreuz-Fahrdienst, berichtet von den verschiedenen Bedürfnissen seiner Kunden und der Dankbarkeit, die ihm entgegengebracht wird. Für viele Freiwillige ist dies der Lohn ihrer Arbeit.
Die Mitgliederversammlung des SRK Unterwalden schloss mit einem positiven Ausblick auf die Zukunft. Es wurde deutlich, dass die Gemeinschaft auch weiterhin stark bleiben wird, getragen von den vielen engagierten Freiwilligen, die die Werte des Roten Kreuzes leben. Und so geht die Arbeit weiter, im Sinne der Menschlichkeit und Solidarität. Ein Hoch auf die Freiwilligen!