Die Kfz-Diebstahlstatistik von Axa hat es in sich. Im Jahr 2025 verzeichnete die Versicherung eine markante Zunahme an gemeldeten Autodiebstählen, die sich auf fast 400 Fälle jährlich summieren. Der durchschnittliche Schaden stieg auf fast 14.000 Franken – ein Sprung von 4.000 Franken im Vergleich zur letzten Dekade. Das macht die Schadenssumme für Autodiebstähle in diesem Jahr auf etwa 5 Millionen Franken! Um das ins Verhältnis zu setzen: Das ist fast doppelt so viel wie in den Jahren vor der Pandemie, wo die Zahlen zwischen 2,5 und 3 Millionen Franken lagen. Wer hätte gedacht, dass die Autodiebe so aktiv sind und die Statistiken so in die Höhe treiben?

Besonders betroffen sind die Kantone Genf, Waadt und Basel-Stadt. Hier zeigt sich eine Schadensfrequenz von 0,12 % bis 0,06 % über die letzten zehn Jahre. Im Gegensatz dazu liegt die Schadenfrequenz im Tessin bei 0,05 %, während Zürich mit 0,03 % leicht unter dem nationalen Durchschnitt von 0,04 % liegt. In den Innerschweizer Kantonen Obwalden und Glarus wird es mit nur 0,01 % aber so richtig ruhig – kaum ein Auto wird dort gestohlen. Man fragt sich, ob die Diebe einfach nicht dort vorbeikommen oder ob es wirklich an den vielen schönen Bergen liegt, die vielleicht die Sicht auf die Autos versperren.

Beliebte Marken und Diebstahlmethoden

Die Kriminellen haben es besonders auf bestimmte Automarken abgesehen. Land Rover führt die Liste an – die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Fahrzeug gestohlen wird, liegt über viermal höher als im Durchschnitt. Auch Alfa Romeo und Porsche sind sehr gefragt, mit einer dreifachen und mehr als doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit, dass sie entwendet werden. Audi, Jeep, Fiat, BMW und Mercedes-Benz zählen ebenfalls zu den häufig gestohlenen Marken. Im Gegensatz dazu scheinen Marken wie Tesla, Suzuki und Subaru weniger im Fokus der Diebe zu stehen. Man könnte fast meinen, dass sie eine Art „Diebstahlschutz“ haben – oder vielleicht einfach nicht so glamourös sind?

Die Methoden der Diebe sind dabei ganz unterschiedlich. Oft werden Autoschlüssel entwendet oder Kopiersysteme manipuliert. Besonders beliebt scheint das sogenannte Keyless-Go-System zu sein, das anscheinend nicht so sicher ist, wie viele denken. Wer ein bisschen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seinen Autoschlüssel diebstahlsicher platzieren und darauf achten, dass das Auto hörbar verriegelt. Alarmanlagen, Lenkradsperren oder elektronische Wegfahrsicherungen sind ebenfalls sehr empfehlenswert.

Ein Blick über die Grenzen

<pEin Blick über die Grenze nach Deutschland zeigt, dass das Thema Kfz-Diebstahl nicht nur in der Schweiz von Bedeutung ist. Im Jahr 2023 wurden dort über 14.162 kaskoversicherte Pkw gestohlen, was einer Schadenssumme von 293 Millionen Euro entspricht. Die Zahl der Diebstähle ist zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, dennoch bleibt die Anziehungskraft für hochwertige SUVs und Modelle der oberen Mittelklasse ungebrochen. Besonders Toyota-Modelle sind in Deutschland häufig betroffen, was zeigt, dass es typischerweise bestimmte Modelle sind, die bei Dieben hoch im Kurs stehen.

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Die Situation in der Schweiz ist also durchaus alarmierend – und die Zahlen machen deutlich, dass wir uns alle ein wenig mehr um unsere Fahrzeuge kümmern sollten. Ob in den Städten oder auf dem Land, die Diebe sind überall!