Heute ist der 8.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die beeindruckenden Fortschritte, die die Zementindustrie in der Schweiz und darüber hinaus in der Dekarbonisierung gemacht hat. Besonders erfreulich ist, dass Holcim und Jura Cement seit 2010 ihren CO₂-Ausstoß um mehr als ein Viertel reduzieren konnten. So sieht’s aus! Holcim hat dabei nicht gespart und rund 100 Millionen Franken in die Dekarbonisierung des Zementwerks in Siggenthal-Würenlingen investiert. Ein kluger Schachzug, wenn man bedenkt, dass die CO₂-Emissionen dort 2024 bei 475’570 Tonnen lagen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 630’176 Tonnen von 2010!
Auch Jura Cement in Wildegg hat sich nicht versteckt. Mit einem CO₂-Ausstoß von 428’314 Tonnen im Jahr 2024 zeigt das Unternehmen, dass es möglich ist, die Emissionen zu senken. Im Vergleich zu den 508’662 Tonnen von 2010 und den 489’134 Tonnen in 2021 ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Und was steckt hinter diesen Zahlen? Ein klarer Plan! Holcim hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 CO₂-arme Klinker zu produzieren und den Klinkeranteil im Zement zu senken. Klinker, das Herzstück des Zements, ist bekannt dafür, bei seiner Herstellung jede Menge CO₂ auszustoßen. Um das Ganze etwas grün zu gestalten, plant Holcim den Einsatz von aufbereitetem Abbruchmaterial und kalzinierten Ton als Ersatzstoffe.
Der Weg zur Klimaneutralität
Die Zementindustrie gehört zu den größten Verursachern von CO₂-Emissionen. Das liegt vor allem am Brennen von Kalkstein zu Klinker. Der Kalzinierungsprozess verursacht etwa zwei Drittel der Emissionen in einem Zementwerk und lässt sich durch Effizienzmaßnahmen nicht einfach vermeiden. Heidelberg Materials, ein weiteres Schwergewicht in der Branche, hat sich auch auf die Fahnen geschrieben, die spezifischen Netto-CO₂-Emissionen bis 2030 auf 400 kg pro Tonne zementartigem Material zu senken. Bis 2050 soll es sogar zu Net-Zero-Emissionen kommen. Eine gewaltige Herausforderung! Die Ziele wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert und entsprechen der 1,5°C-Roadmap für die Zementindustrie.
Heidelberg Materials produziert jährlich rund 122 Millionen Tonnen Zement und plant Einsparungen von über 30 Millionen Tonnen CO₂. Das entspricht dem jährlichen CO₂-Ausstoß von etwa 23,5 Millionen PKW! Kommt dir das nicht auch wie eine kleine Revolution in der Branche vor?
Herausforderungen und Chancen
Die deutsche Zementindustrie hat seit 1990 die CO₂-Emissionen um etwa 25 % reduziert. Das klingt erstmal gut, aber VDZ-Hauptgeschäftsführer Martin Schneider warnt, dass die Branche bei weiteren CO₂-Minderungen an Grenzen stößt. Vor allem die prozessbedingten Emissionen bei der Klinkerherstellung sind ein echtes Problem. Eine Studie zeigt, dass mit konventionellen Minderungsmaßnahmen die CO₂-Emissionen bis 2050 um 36 % verringert werden könnten – das klingt nach einem Plan, oder? Doch für eine vollständige Klimaneutralität sind neue Herstellungswege erforderlich. Dafür müssen wir die CO₂-Abscheidung und andere Technologien in Betracht ziehen. Es wird spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird!
In diesem Kontext ist es wichtig, dass alle Akteure in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Der Aufbau notwendiger Infrastruktur und ein wirksamer politischer Instrumentenmix sind entscheidend. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen von der Zementindustrie abhängig sind, ist die frühzeitige Einbindung der Gesellschaft in den Dekarbonisierungsprozess unerlässlich. Man kann nur hoffen, dass die Zementhersteller ihrer Verantwortung im Klimaschutz gerecht werden und diese Herausforderungen annehmen.