Heute ist der 24.05.2026 und in Porrentruy, tief im Jura, wo die Luft so frisch ist wie ein Sprung ins kühle Nass, öffnet das Freibad wieder seine Tore für die Saison. Und es gibt einiges zu berichten! Nach einem turbulenten Sommer im vergangenen Jahr, in dem der Zutritt für Badegäste aus Frankreich aufgrund von ungebührlichem Verhalten untersagt wurde, kehrt nun eine gewisse Normalität zurück – allerdings mit einer kleinen, aber feinen Einschränkung für unsere Nachbarn. Die Gemeinde hat beschlossen, dass Nichtansässige, also all jene, die weder in der Schweiz wohnen noch arbeiten, für den Zugang zum Freibad tief in die Tasche greifen müssen.

Ja, das Freibad hat sich dafür entschieden, den Eintrittspreis für Ausländer zu verdoppeln! Erwachsene müssen nun 15 Franken zahlen, während Jugendliche für 10 Franken ins Wasser hüpfen dürfen. Fair oder nicht fair? Die Meinungen sind gespalten. Einige Besucher empfinden die Regelung als ungerecht, während andere erfreut berichten, dass die Badestelle jetzt eine friedlichere Atmosphäre bietet. Es scheint fast so, als ob das Freibad nun ein kleiner Rückzugsort für die einheimische Bevölkerung geworden ist, die in Ruhe die Sonne genießen möchte.

Ein Sommer voller Erinnerungen und Herausforderungen

Um ein wenig in die Vergangenheit zu blicken: Im Juli 2025 wurde das Zutrittsverbot für Personen, die nicht in der Schweiz wohnen oder arbeiten, verhängt. Diese Maßnahme zielte vor allem auf ausländische Tagesbesucher ab, insbesondere aus Frankreich. Der Grund? Leider gab es viele Zwischenfälle, die vor allem von arabischstämmigen Männern aus Frankreich verursacht wurden – Belästigungen, Pöbeleien und Schlägereien waren keine Seltenheit. Bis Ende Juni 2025 wurden über 20 Hausverbote ausgesprochen, hauptsächlich gegen Jugendliche aus der Belfort-Region.

Doch die Geschichte hat auch eine positive Wendung: Nach der Einführung des Verbots sank die Zahl der Übergriffe erheblich. Die Besucher fühlten sich wieder sicher und die Gemeinschaft blühte auf. Das Freibad, das zuvor unter einem Rückgang der Besucherzahlen gelitten hatte, erlebte einen regelrechten Boom. Die verkauften Tagestickets stiegen um beeindruckende 40.000, und sogar die Saisonabonnements verdoppelten sich auf 818. Lionel Maître, der Verantwortliche für Freizeitangebote, brachte es auf den Punkt: „Die einheimische Bevölkerung, die Steuern zahlt, sollte das Freibad in Ruhe nutzen können.“

Die neuen Regeln und ihre Reaktionen

Mit dem neuen System müssen Nichtansässige nun ihre Tickets online kaufen und an der Kasse einen Ausweis vorzeigen. Saisonabonnements sind für diese Gruppe allerdings nicht erhältlich. Die Reaktionen auf diese Maßnahmen sind, wie gesagt, gemischt. Manche finden es unfair, während andere die Ruhe und Sicherheit im Freibad schätzen. Es ist spannend zu beobachten, wie sich diese Regelungen auf das Freibad und seine Besucher auswirken werden – sowohl aus der Sicht der Einheimischen als auch der wenigen Auswärtigen, die sich den doppelten Preis leisten wollen.

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Die Mitarbeitenden des Freibads dürfen übrigens keine Kommentare abgeben – eine Regel, die sicherstellt, dass die offizielle Linie gewahrt bleibt. Aber wer weiß, vielleicht gibt es hinter den Kulissen ja doch den einen oder anderen, der sich insgeheim über die neue Ordnung freut.