Die Orbe-Schlucht, ein verstecktes Juwel südwestlich von Yverdon, zieht Wanderer mit ihrer schillernden Natur und dem sanften Rauschen des Baches in ihren Bann. Hier, wo die erste Jurakette den Weg der Wanderer kreuzt, erstreckt sich ein 12 Kilometer langer Pfad, der nicht nur zur Erholung einlädt, sondern auch die Sinne belebt. Man findet sich inmitten von intakter Natur wieder, umgeben von Kiefernwäldern und einer bunten Palette an Flora, die Oregano, Feldthymian und sogar Orchideen umfasst. Der Weg beginnt nur zwei Kilometer vom Bahnhof in Orbe und führt durch eine Landschaft, die seit 1970 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.

Auf halber Strecke, im charmanten Weiler Les Clées, spürt man die Geschichte, die in der Luft liegt. Einst war dieser Ort eine Stadt im Mittelalter, und das Château des Clées, das hier thront, erzählt Geschichten aus vergangenen Zeiten. Ein Besuch lohnt sich, auch wenn die Gebäude selbst privat sind und nicht betreten werden dürfen. Aber keine Sorge, die Auberge de la Croix-Blanche am Fuß des Burghügels bietet eine willkommene Möglichkeit zur Rast und Verpflegung – perfekt, um sich für den weiteren Weg zu stärken!

Ein Naturparadies für Wanderfreunde

Der offizielle Wanderweg, der entlang des oberen Randes der Schlucht verläuft, hält einige Herausforderungen bereit. Es gibt auch einen rutschigen unteren Weg, der Mutige anlockt, aber Vorsicht ist geboten! Die Koordinaten der Route zeigen 16,5 km, mit 700 m Aufstieg und 380 m Abstieg. Eine Wanderung hier dauert etwa 4¾ Stunden und hat den Schwierigkeitsgrad T2. Wer die Wanderung in Le Day oder eine Stunde weiter in Vallorbe beenden möchte, findet dort auch Parkplätze und gute Bus- sowie Zugverbindungen, obwohl am Wochenende der Fahrplan etwas eingeschränkt ist.

Die Gorges de l’Orbe sind nicht nur für ihre grüne Vegetation bekannt – rund 80 Moosarten finden sich hier! – sondern auch für ihre vielfältige Tierwelt. Der Fluss Orbe ist ein Lebensraum für Forellen, Eisvögel, Silberreiher, Gämsen und sogar Biber. An heißen Sommertagen zieht der Saut du Day, ein beeindruckender Wasserfall, die Wanderer an, die sich dort erfrischen können. Auf dem Weg dorthin führt der Pfad über die Staumauer und entlang des Flussbetts der Orbe, wo man die kraftvolle Natur hautnah erleben kann.

Die Geheimnisse der Schlucht

Unterwegs gibt es immer wieder kleine Überraschungen: Gletschertöpfe, in denen das Wasser die Steine bearbeitet hat, die Marmites, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. Man wechselt die Uferseite und steigt höher, während der Blick auf den Fluss immer wieder wechselt. Es gibt sogar einen alten Tunnel, der aus der Zeit des ehemaligen Kraftwerks stammt, das bis 1972 in Betrieb war.

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Und so wandert man weiter, mit dem Geräusch des plätschernden Wassers im Ohr und dem Duft der Natur in der Nase. Es ist ein Ort, an dem man die Sorgen des Alltags hinter sich lassen kann – einfach nur man selbst ist und den Moment genießt. Also, schnapp dir deine Wanderschuhe und ab in die Orbe-Schlucht! Es gibt nichts Besseres, als sich in der Natur zu verlieren, während die Seele neue Kraft tankt.