In der malerischen Kulisse des Juras hat sich ein junger Reiter in die Herzen der Pferdesport-Fans geschlichen. Gaëtan Joliat, geboren am 3. August 2005 in Delémont, ist der Senkrechtstarter der Springsportszene. Schon als Kind war er von Pferden umgeben – eine Leidenschaft, die ihn bis heute begleitet. Nach einer soliden Ausbildung in der Pferdewelt hat er sich als Reiter bei Olivier de Coulon etabliert und versteht seinen Stall nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als sein zweites Zuhause.
Joliats Werdegang ist beeindruckend. Vom Nachwuchssport hat er den Sprung in die Elite geschafft. Am 17. August 2025 gewann er bei der Elite-Schweizermeisterschaft in Kappelen-Lyss die Silbermedaille mit seiner Stute Just Special VK – eine Leistung, die für einen 20-Jährigen bemerkenswert ist. Den Goldplatz sicherte sich Eva Gautschi, während Noah Keller Bronze holte. Ein paar Monate später, bei den Longines EEF Series in Avenches, trat Joliat für die Schweiz an und blieb im entscheidenden Durchgang fehlerfrei – das führte zum Sieg der Schweizer Equipe!
Ein Talent auf dem Weg nach oben
Der junge Reiter hat bereits an seinem ersten Fünfstern-CSIO im Schweizer Team in St-Tropez-Gassin teilgenommen und sich auch bei den Longines CHI Classics in Basel bewährt, wo er mit Just Special VK den siebten Platz im Weltcupspringen belegte. Seine Ankunft als Weltnummer 265 war für viele überraschend, denn seine Souveränität im Parcours ließ aufhorchen. Er ist wirklich ein aufstrebender Stern am Springsport-Himmel!
Im Februar 2026 zeigte Joliat erneut seine Klasse, als er Teil des Schweizer Teams beim CSIO5* in Abu Dhabi war und mit zwei fehlerfreien Runden zum vierten Platz beitrug. Für das Heim-CSIO in St.Gallen, bei dem er bereits 2024 eine Prüfung für Swiss Talents unter 25 Jahren gewann, wird er mit Spannung erwartet. Seine nationalen Medaillen und die Präsenz im Weltcup belegen sein großes Potenzial. Er hat die Ambition, seine Leistungen weiter zu stabilisieren und eine langfristige Karriere im Springsport aufzubauen.
Starkes Team und große Herausforderungen
Joliats Talent bleibt auch den Trainern nicht verborgen. Peter van der Waaij, der Equipenchef des Schweizer Teams, setzt auf ihn. Zehn Nationen haben sich für das Finale der Longines EEF Series qualifiziert, darunter auch große Namen wie Deutschland und Frankreich. Joliat hat an verschiedenen Etappen der Serie teilgenommen, unter anderem in Gorla Minore (ITA) und Bratislava/Samorin (SVK). Die Teilnahme am Finale auf 4-Sterne-Niveau ist für ihn eine sportliche Herausforderung, die er mit Bravour meistern möchte.
„Die Selektion für das Finale ist eine Belohnung für meine harte Arbeit“, sagt Joliat. Er sieht die Longines EEF Series als Sprungbrett, um an höheren, technischeren Turnieren teilzunehmen und von erfahrenen Reitern zu lernen. Besonders freut er sich, dass das Finale in der Schweiz stattfindet – nur rund 30 Kilometer von seinem Stall „Les Verdets“ entfernt. Das gibt ihm die Möglichkeit, vor heimischem Publikum zu reiten und sein Können zu zeigen.
Ein vielversprechender Weg
Für das Finale plant Joliat, das Pferd Chelsea Z zu reiten, ein sensibles Tier mit hohem Springvermögen. Chelsea Z hat großes Potenzial, und Joliat hat bereits ein gutes Vertrauen zu ihm aufgebaut. Die Begeisterung, die er für den Sport hat, wird durch seine Erfolge nur noch verstärkt. In einer Zeit, in der die Longines Rankings immer mehr an Bedeutung gewinnen, könnte Joliat bald den Sprung in die Top-Ränge der Welt schaffen. Aktuell stehen die besten Reiter der Welt unter den Top 10 – ein Ziel, das für Joliat greifbar nah scheint.
Was für eine aufregende Zeit für Gaëtan Joliat, den wir sicherlich noch oft auf den großen Bühnen des Springsports sehen werden! Die nächsten Monate werden entscheidend sein, sowohl für ihn als auch für die Schweizer Equipe. Man darf gespannt sein, welche Höhenflüge dieser talentierte junge Reiter noch erreichen wird.