San Bernardino, dieser malerische Ort in Graubünden, steht vor einem aufregenden Wandel. Zwischen 2027 und 2030 soll hier ein neues Kapitel im Tourismus aufgeschlagen werden. Das Projekt, das von der Artisa Group initiiert wurde, zielt darauf ab, den Ferienort zu einem erstklassigen Ziel für Wellnessliebhaber und Erholungssuchende zu machen. Ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel, das von einer internationalen Kette betrieben wird, wird das Herzstück dieses Vorhabens sein. Dazu gesellen sich ein Thermal- und Spa-Zentrum, Zweitwohnungen und weitere Hotels. Das ist noch nicht alles! Ein unterirdisches Parksystem wird zur Erschließung der gesamten Anlage beitragen und den Gästen eine entspannte Ankunft ermöglichen.

Das Highlight wird jedoch die über 2000 Quadratmeter große Wellness-Anlage sein, die für alle zugänglich ist. Hier können Besucher in Mineralbädern entspannen, in Innen- und Außenbecken schwimmen oder sich in Behandlungsräumen verwöhnen lassen. Der Fokus liegt auf der historischen Mineralquelle von San Bernardino, die bereits in der Römerzeit bekannt war. Ihr Wasser, reich an Kalzium, Magnesium und Sulfat, hat eine konstante Temperatur von 8,5 bis 9 Grad. Dazu wird das historische Gebäude der Mineralquelle aufgewertet und als „Museum des Wassers von San Bernardino“ für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein großer Schritt für San Bernardino

San Bernardino Swiss Alps plant, bis 2032 den Ferienort zur führenden Alpendestination der Südschweiz zu entwickeln. Ein beeindruckendes Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Franken steht auf der Agenda, ursprünglich waren es „nur“ 300 Millionen. Das Ziel ist es, die touristische Anziehungskraft bis 2028 deutlich zu steigern und den Betrieb bis 2030 vollständig aufzunehmen. Die Wiedereröffnung des Skigebiets Ende 2023 nach umfangreichen Investitionen ist ein erster Schritt in diese Richtung. Mehrere Hotels werden saniert und modernisiert, und eine neue Veranstaltungsarena mit 600 Plätzen für Events und Kongresse wird ebenfalls gebaut, was die Attraktivität des Ortes weiter steigert.

Die jüngsten Entwicklungen haben auch menschliche Auswirkungen. Ein Wechsel im Verwaltungsrat hat stattgefunden, und es gab Entlassungen bei San Bernardino Swiss Leisure. Sechs Mitarbeiter wurden ersetzt, was natürlich zu einer gewissen Unsicherheit führt. Der Sprecher Nicolò Meroni betont jedoch, dass sich das Projekt weiterhin in der Entwicklung befindet und es keine Phase der Entlassungen gibt. Gerüchte über eine Umwandlung des Projekts in ein Immobilienprojekt werden entschieden dementiert. Die laufenden Sanierungen und die Neuausrichtung der Hotels stehen im Vordergrund.

Der Kontext des Alpentourismus

Die Schweiz hat sich als zentrales Ziel im Alpentourismus etabliert – Jahr für Jahr strömen Millionen von Besuchern in die beeindruckenden Berge. Der Tourismus trägt rund 13 Milliarden Franken zur jährlichen Wertschöpfung der Schweizer Wirtschaft bei. In beliebten Regionen wie Zermatt und Luzern hängen bis zu 70% der Arbeitsplätze vom Tourismus ab. Die Hotellerie verzeichnete 2018 38,8 Millionen Logiernächte. Ein weiteres erfreuliches Detail: Im Winter 2023/24 wurden 17,9 Millionen Logiernächte verzeichnet, was einem Wachstum von 2,6% entspricht. Solche Zahlen zeigen, wie stark der Alpentourismus ist und wie wichtig er für die lokale Wirtschaft.

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Die Entwicklungen in San Bernardino sind also nicht nur ein lokales Ereignis, sondern Teil eines größeren Trends, der die gesamte Schweiz betrifft. Von der Grand Tour im 18. Jahrhundert bis hin zu den modernen Anforderungen an nachhaltigen Tourismus – die Schweiz hat sich ständig weiterentwickelt. Die Herausforderungen, vor denen die Branche steht, seien dabei nicht zu unterschätzen: Klimawandel, Globalisierung und die Notwendigkeit, veraltete Anlagen zu modernisieren, sind Themen, die nicht nur San Bernardino betreffen. Doch mit solchen umfassenden Investitionen und der Neuausrichtung des Angebots wird der Ort sicherlich eine bedeutende Rolle im Alpentourismus der Zukunft spielen.