Kampf ums Überleben: Graubündens Spitäler am Scheideweg
Heute ist der 15.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle finanzielle Lage der Spitäler in Graubünden. Die Situation ist alles andere als einfach. Die Bündner Spitäler stehen ganz schön unter Druck. Es gab kürzlich sogar die Gefahr, dass das Spital in Samedan seine Türen schließen müsste. Doch glücklicherweise konnte dieser Schockmoment vor wenigen Monaten abgewendet werden. Die Diskussion über Leistungsabbau ist zwar nicht vom Tisch, aber eine vollständige Schließung scheint im Moment nicht auf der Agenda zu stehen.
Das Kantonsspital Graubünden hat 2025 mit einem Gewinn von 8,7 Millionen Franken abgeschlossen, was auf den ersten Blick ganz gut aussieht. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass 2024 noch ein Defizit von 339’000 Franken zu verzeichnen war. Und das Spital in der zweitgrößten Gemeinde Graubündens hat 2025 sogar einen Gewinn von 12,8 Millionen Franken erzielt – unterstützt durch die Übernahme von Altschulden in Höhe von 14,1 Millionen Franken. Ein recht trickreicher Schachzug, könnte man sagen! Und die Sanierungsprojekte, die auf dem Tisch liegen, kosten schätzungsweise 70 Millionen Franken. Eine Entscheidung dazu wird für 2027 erwartet. Also, das wird spannend!
Defizite und Herausforderungen
Doch nicht alle Spitäler haben so rosige Zahlen. Das Spital in Thusis verzeichnete in den letzten Jahren kontinuierliche Defizite: 2023 waren es 8,2 Millionen Franken, 2024 dann 6,7 Millionen Franken und 2025 wieder 7,6 Millionen Franken. Hier ist klar, dass die Schließung der Geburtenabteilung 2025 Teil einer umfassenden Transformationsstrategie war – eine bittere Pille für die Region. Auch das Spital in Ilanz hat es 2025 mit einem Defizit von rund einer Million Franken nicht besser gemacht, allerdings ist das immerhin besser als in den Vorjahren.
Es wird deutlich, dass die Lage an vielen Orten angespannt ist. Das Centro Sanitario Bregaglia hat 2025 zwar einen Gewinn von über 1,1 Millionen Franken erzielt, aber das ist fast 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Centro Sanitario Valposchiavo hingegen kann eine positive Bilanz mit über 2,6 Millionen Franken Gewinn vorweisen. Und das Center da Sanadad Savognin hat 2025 ein Betriebsergebnis von fast 2,4 Millionen Franken abgeschlossen – unterstützt durch Sparmaßnahmen und öffentliche Beiträge.
Spital Samedan und neue Wege
Ein besonders interessanter Fall ist das Spital in Samedan. Hier wurde bereits zweimal ein Rettungsplan abgelehnt, darunter eine Fusion mit dem Kantonsspital Graubünden und eine zweijährige Leistungsvereinbarung über 50 Millionen Franken. Das ist schon ziemlich mutig! Doch seit dem 1. April gibt es eine neue Trägerschaft namens „Sanadura“, die mit drei Leistungsvereinbarungen über 19,5 Millionen Franken aktiv ist. Spannend bleibt, dass die Stimmberechtigten erneut über eine mehrjährige Vereinbarung für den Betrieb des Spitals Samedan abstimmen werden. Das könnte die Zukunft des Spitals vielleicht doch ein wenig heller machen.
In der Gesamtheit zeigt sich also ein gemischtes Bild. Einige Spitäler kämpfen mit Defiziten, während andere in der Lage sind, Gewinne zu erzielen. Die Herausforderungen sind groß, die Lösungen werden nicht einfacher. Aber irgendwie gibt es auch kreative Ansätze und den Willen, neue Wege zu gehen. Das bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt – die nächsten Jahre werden entscheidend sein!
