Ein neues Kapitel für San Bernardino: Das Acuforta-Projekt und seine Herausforderungen
In der idyllischen Region Graubünden gibt es Neuigkeiten, die für Aufregung sorgen. Gegen das geplante Thermal-, Hotel- und Wohnareal «Acuforta» in San Bernardino sind einige Einsprachen eingegangen. Ja, richtig gehört! Mehr als fünf, aber weniger als zehn Einsprachen, so berichtet Gemeindepräsident Mattia Ciocco von der FDP. Diese müssen nun vom Gemeinderat von Mesocco GR geprüft werden. Es scheint fast so, als würde das Schicksal des Projekts in den Händen der Gemeinde liegen, und das Baubewilligungsverfahren wird nun ein wenig spannender.
Das Projekt «Acuforta» hat große Pläne – es soll eine Therme, ein Hotel, Wohnungen und öffentliche Plätze rund um die historische Mineralquelle des Dorfes beinhalten. Ein wahrhaft ehrgeiziges Vorhaben! Die Stimmberechtigten von Mesocco haben im Juni 2023 mit einer klaren Mehrheit von 351 Ja- zu 96 Nein-Stimmen für den Abschluss eines Kaufrechts und die Übertragung der baulichen Nutzung an die San Bernardino Swiss Alps AG gestimmt. Und die Zahlen sprechen für sich: 500 Millionen Franken sollen in die Revitalisierung des Ferienorts investiert werden. Ein echter Game Changer!
Das Herzstück von Acuforta
Was genau wird Acuforta beinhalten? Nun, es ist nicht nur ein weiteres Hotel, das hier entsteht. Es wird ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel mit 64 Zimmern und insgesamt 203 Betten gebaut. Zudem sind 163 Wohnungen mit 2,5 und 3,5 Zimmern geplant. Und das ist noch nicht alles – ein Thermal- und Mineralbadbereich von rund 2000 Quadratmetern sowie 286 Parkplätze sollen für eine komfortable Erreichbarkeit sorgen. Die Therme wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, was für viele sicher ein Highlight sein wird.
Die Mineralquelle von San Bernardino, bekannt für ihr wohltuendes Wasser, wird ebenfalls Teil dieses neuen Erlebnisses sein. Das Wasser hat eine konstante Temperatur von 8,5 bis 9 Grad und durchläuft einen natürlichen Prozess von 20 bis 30 Jahren. Diese Quelle hat nicht nur eine lange Geschichte, sondern wird auch zum Symbol für die erste Entwicklungsphase der Destination, die zwischen 2027 und 2030 geplant ist. Das alte Industriegebäude wird einem neuen öffentlichen Raum weichen, der entlang des Flusses Moesa entsteht. Hier wird die Natur spürbar in das Projekt integriert.
Die Unterstützung der Gemeinde
Das Projekt hat die Unterstützung des Bürgermeisters von Mesocco und des Präsidenten des Patriziats von Mesocco, die die historische Identität des Ortes betonen. Acuforta zielt darauf ab, die touristische Attraktivität von San Bernardino zu steigern und die Region als authentische alpine Destination zu positionieren. Ein mutiger Schritt in eine neue touristische Identität!
Die Bergbahnen in San Bernardino sind bereits wieder in Betrieb genommen worden, und einige Beherbergungsbetriebe wurden erneuert. Es scheint, als wäre der Ort bereit, sich neu zu erfinden, um Besucher nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über anzuziehen. Die Vision von Acuforta könnte in der Tat einen Wendepunkt für San Bernardino darstellen, das bisher bekannt war für seine Heilquelle, die bereits bei den Römern geschätzt wurde.
Historisch gesehen hat die Region viel zu bieten – von der Heilquelle, die 1717 als Heilmittel zugelassen wurde, bis hin zu den veralteten Skiliften, die bis 2012 in Betrieb waren. Die Idee, die saisonale Wahrnehmung der Destination zu überwinden und ganzjährige Besuche zu fördern, könnte San Bernardino auf die Karte des alpinen Wohlbefindens setzen und einen neuen Glanz verleihen.
Insgesamt bleibt es spannend, wie sich die Situation rund um das Acuforta-Projekt entwickeln wird. Es sind große Hoffnungen und Erwartungen damit verbunden, und wir dürfen gespannt sein, wie die Gemeinde mit den Einsprachen umgehen wird. Die nächsten Schritte im Baubewilligungsverfahren könnten entscheidend für die Zukunft von San Bernardino sein. Ein neues Kapitel in der Geschichte dieses charmanten Ortes könnte bald beginnen!
