Baukunst trifft Auszeichnung: Die Gewinner des «Best of Bachelor»-Preises 2026
Es gibt Momente im Leben, die einfach herausstechen. Die Preisverleihung des «Best of Bachelor»-Preises, die am 19. Juni 2026 im Landesmuseum in Zürich stattfand, war so ein unvergesslicher Augenblick für vier talentierte Bauingenieur-Absolventen der FH Graubünden. Hier wurde nicht nur das Wissen, sondern auch die Kreativität und der Einsatz dieser jungen Ingenieure gewürdigt. Ganze 512 Absolventen aus den Abschlussjahrgängen 2024 und 2025 hatten die Chance, zwei von den begehrten Nominierungen zu ergattern. Und wie es der Zufall will, erstrahlte unter ihnen der Name von Gian-Reto Jenny aus Andeer, der für seine Bachelorarbeit über die Frauentobelbrücke auf der Bahnstrecke Chur–Arosa ausgezeichnet wurde.
Die Jury war sichtlich beeindruckt von Jennis ästhetisch anspruchsvollem Entwurf eines unterspannten Stahlbetontrogträgers. Neben dem Titel gab es auch einen kleinen finanziellen Anreiz: 500 Franken, die er sicher gut gebrauchen kann. Aber er war nicht der einzige, der die Lorbeeren einheimste. Kevin Moar Rana wurde für seine Analyse der Schäden im Gotthard-Strassentunnel ausgezeichnet – ein Thema, das nicht nur für die Ingenieurskunst, sondern auch für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer von höchster Bedeutung ist. Und das ist noch nicht alles: Dominic Müller hat mit seiner Bachelorarbeit über Hochwasserschutz im Weisstannental ein Konzept zur Schadensvermeidung entwickelt, während Rouven Inauen eine harmonisch integrierte Langsamverkehrsbrücke über den Rhein plante. Beeindruckend, oder?
Ein Blick auf die Ausbildung
Das Bauingenieurstudium an der FH Graubünden ist kein Zuckerschlecken. Es umfasst Hoch-, Tief-, Verkehrswege- und Wasserbau und dauert im Schnitt sechs bis sieben Semester. Während dieser Zeit wird fleißig in Seminaren, Vorlesungen und Übungen gelernt. Man könnte sagen, dass die Studierenden hier nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch frühzeitig die Praxis kennenlernen. Viele von ihnen arbeiten an Projektarbeiten, die sie auf die Herausforderungen im realen Baubetrieb vorbereiten. Oft wird im Team gearbeitet – denn gemeinsam ist man bekanntlich stärker!
Die Bachelorthesis wird häufig im Rahmen eines größeren Projekts verfasst, und einige Studierende sind sogar in Bauunternehmen aktiv, wo sie praxisnahe Aufgabenstellungen bearbeiten. Kontakte zu Unternehmen knüpfen die angehenden Ingenieure am besten während eines Praktikums. Ein längeres Praktikum oder ein Praxissemester ist in vielen Studiengängen für Bauingenieure Pflicht. Und das ist auch gut so, denn praktische Erfahrungen sammeln sie nicht nur während des Studiums, sondern auch in den Semesterferien oder danach. Schließlich ist das Leben ein großes Bauprojekt, und jede Erfahrung zählt!
Der Weg nach dem Bachelor
Nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss, der mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.) gefeiert wird, steht der nächste Schritt an. Ab Herbstsemester 2026 wird ein Masterstudiengang in Bauingenieurwesen angeboten. Hier können sich die Absolventen auf Spezialgebiete wie Baumanagement, Bautechnik oder ökologisches Bauen konzentrieren. So wird jeder zum Experten auf seinem Gebiet und kann die Welt ein bisschen besser bauen – ganz nach dem Motto: „Wir gestalten die Zukunft!“
Die künftigen Bauingenieure haben also nicht nur die Chance, ihre Kreativität zu zeigen, sondern auch etwas Bleibendes zu schaffen. Das ist letztlich der Antrieb, der sie durch ihr Studium führt und sie zu den Gewinnern des «Best of Bachelor»-Preises macht. Ein Hoch auf die Ingenieure von morgen! Die Welt braucht sie mehr denn je!
