Die Pädagogische Hochschule Graubünden (PHGR) hat in den letzten Monaten einen regelrechten Boom erlebt. Die Anmeldungen für die Lehrberufs-Studiengänge sind um beachtliche 19 Prozent gestiegen und haben nun die Zahl von 234 erreicht. Das ist mehr als nur ein kleiner Anstieg! Um dem Andrang gerecht zu werden, musste die Hochschule sogar neue Räume anmieten. Wer hätte das gedacht? Gerade die Ausbildung zur Primarstufe zieht viele angehende Lehrerinnen und Lehrer an; hier gab es 163 Anmeldungen – ein Sprung von 132 im Vorjahr. Sogar die Teilzeit-Modelle sind beliebt, mit 23 Anmeldungen im Primarschulstudium – ein Anstieg gegenüber den 16 des Vorjahres.
Doch nicht nur die Primarstufe zieht die Studierenden an. Auch die Kindergarten- und Primarstufen-Ausbildung erfreut sich wachsender Beliebtheit, mit 43 Anmeldungen im Vergleich zu 36 im Vorjahr. Interessanterweise blieben die Anmeldungen für die Master-Studiengänge der Sekundarstufe I stabil bei 28, während der Master in Schulischer Heilpädagogik einen Rückgang auf 18 Anmeldungen verzeichnete – im Vorjahr waren es noch 34. Es ist ein spannendes Bild, das sich hier entfaltet!
Ein unerwarteter Anstieg
Die PH Graubünden verzeichnet also eine Rekordanzahl an Anmeldungen. Bis zum Anmeldeschluss Ende Juni wurden sogar 245 Anmeldungen registriert – das sind 35 Prozent mehr als im Vorjahr! Rektor Gian-Paolo Curcio sieht diese Entwicklung positiv. Er bewertet das Studium sowie den Lehrerberuf als sehr attraktiv. Doch die Freude über die hohe Nachfrage wird von einem kleinen Wermutstropfen überschattet: Der unerwartete Anstieg führt zu finanziellen Schwierigkeiten. 60 Studierende weniger waren ursprünglich budgetiert. Das bedeutet, mehr Gruppen, mehr Personal und mehr Infrastruktur, was die Kosten pro Student auf etwa 30.000 Franken erhöht.
Um diese Herausforderungen zu meistern, sucht die Hochschule Lösungen gemeinsam mit dem Kanton und der Verwaltung. Erste Sparmaßnahmen sind bereits in Kraft, wie die Absage von Projekten und Weiterbildungen. Komischerweise wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Anmeldezahlen oft höher sind als die tatsächlichen Studierendenzahlen zu Beginn des Studienjahres. Das kann an Nichterfüllung von Zulassungsbedingungen oder Mehrfachanmeldungen liegen – irgendwie ein bisschen chaotisch, aber auch verständlich in dieser aufregenden Zeit.
Ein Blick auf die Lehrersituation
Aktuell gibt es im Kanton Graubünden keinen Lehrpersonenmangel, nur drei Stellen sind unbesetzt. Das ist doch eine positive Nachricht! Dennoch war die Rekrutierung in der Vergangenheit eine Herausforderung, vor allem wegen der Mehrsprachigkeit und der Weitläufigkeit des Kantons. Es gibt ähnliche Trends in anderen Kantonen, wie zum Beispiel in Luzern, wo ebenfalls Rekordanmeldungen verzeichnet werden – vor allem in der Primarstufe.
Die PH Graubünden hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den räumlichen Engpässen entgegenzuwirken. Lernräume am Churer Postplatz wurden eingerichtet, und die Aula wurde in einen offenen Lernraum umgestaltet. Weitere Räumlichkeiten werden zum kommenden Semester angemietet, um Forschung und Entwicklung zu unterstützen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird und wie die PHGR diesen Herausforderungen begegnen kann. Ein Hoch auf die Bildung!